Auf den Feldern kehrt langsam Ruhe ein Wintergetreide mittlerweile gut entwickelt Süße Zuckerrüben wie selten

06. Dezember 2016

Das Wintergetreide, wie hier auf dem Foto die Wintergerste, wird im Herbst ausgesät und überwintert dann - wie der Name schon sagt.

Paderborn /wlv (Re) Die Herbstarbeiten auf den Feldern im Kreis Paderborn gehen dem Ende entgegen. Die Vegetation kommt zur Ruhe und der Ackerbau geht in die Winterpause. „Die Arbeiten sind weitestgehend geschafft“, erklärt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn Hubertus Beringmeier.

Das Wintergetreide ist mittlerweile gut entwickelt. „Probleme hat uns Landwirten allerdings die Trockenheit im September bereitet“, so der Vorsitzende. Bis Mitte Oktober sei es extrem trocken gewesen. Die ausgedörrten Äcker konnten teilweise gar nicht mehr richtig bearbeitet werden. Mitunter sei das Pflügen deshalb zeitweise ausgesetzt worden. Wegen der Trockenheit sei daher auch der Feldaufgang der Saaten zunächst lückenhaft gewesen. „Der Regen war dringend notwendig“, berichtet Beringmeier: „Das Getreide hat dann allerdings richtig aufgeholt.“

Der Raps, der im Herbst als Erstes – von August bis September - ausgesät wird, hat sich nach großen anfänglichen Startproblemen aufgrund der Trockenheit auf den meisten Flächen zufriedenstellend entwickelt.

Bei den Zuckerrüben sind die Witterungsbedingungen während der Ernte größtenteils gut gewesen, so dass die Rüben bodenschonend geerntet werden konnten. Die mengenmäßigen Erträge sind in diesem Jahr deutlich geringer als im vergangen Jahr, wenn auch regional etwas unterschiedlich. Mit den Zuckergehalten hingegen sind die Rübenanbauer sehr zufrieden. „Die intensive Altweibersonne hat so süße Rüben beschert wie selten“, erläutert der Vorsitzende.

Die Silomaisernte hat in diesem Jahr ungewöhnlich früh begonnen, bereits Anfang September. Die Trockenheit im Spätsommer hat den Mais zugesetzt und zu einer schnellen Abreife geführt. „Die Ernte liegt deutlich unter dem Durchschnitt“, erläutert Beringmeier. „Doch aufgrund der Trockenheit kam es weder zu Bodendruck noch zu Straßenverschmutzungen.“ Auch die Körnermais- und CCM-Ernte (Korn-Spindel-Gemisch) sind unterdurchschnittlich ausgefallen, die Ernte kam Ende November zum Abschluss.

Die Kartoffelernte wurde ebenso durch die Trockenheit im September beeinflusst. Die Erntebedingungen sind durch die trockenen Böden zunächst extrem schwierig gewesen. Die Erträge fallen in diesem Jahr geringer aus. „Dazu hat es im Sommer aufgrund der feuchten Witterung und geringen Sonneneinstrahlung vor allem Probleme mit Krautfäule, einer Pilzkrankheit, gegeben“, berichtet Beringmeier.

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Was unterscheidet Wintergetreide von Sommergetreide?

Wintergetreide wird im Herbst gesät und überwintert dann - wie der Name schon sagt. Der Frost im Winter macht ihm - sofern es nicht extrem kalt wird - nichts aus. Im Gegenteil: Winterweizen und –gerste benötigen sogar Minustemperaturen. Nur so können sie im nächsten Jahr Ähren ausbilden. Dagegen kommt Sommergetreide erst im Frühjahr - nach dem Frost - in den Boden und wird noch im gleichen Jahr geerntet.

Was sind die Vorteile der Wintergetreidearten?

Durch die Aussaat im Herbst ist ein höherer Ertrag zu erwarten, da die Pflanzen eine längere Wachstumszeit haben. Darüber hinaus bietet der grüne Teppich im Winter einen guten Erosionsschutz.

Presse-Kontakt

„ZuckerrübeZucker“: Mit den Zuckergehalten sind die Bauern sehr zufrieden. Das Foto zeigt ein Herz aus Würfelzucker: „Wir machen Landwirtschaft – mit richtig viel Herz!“ – ist auch der Leitspruch der neuen Kampagne des Berufsstandes.

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