Einseitige Vorwürfe bringen nichts Wir alle sind gefordert!

01. Juni 2018

Keine Branche ist von Insekten so abhängig wie die Landwirtschaft. Im Hinblick auf die Insektendiskussion in Deutschland fordert der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe Hubertus Beringmeier, einseitige Vorwürfe an die Landwirtschaft endlich zu beenden. „Das Thema ist einfach zu ernst dafür!“, so Beringmeier.
 
Nach wie vor fehlt es an vernünftigen Untersuchungen, ob es Veränderungen hinsichtlich der Insektenpopulation gibt und wenn ja, wie diese gelagert sind sowie eine gründliche Ursachen-Wirkung-Analyse. „Wir brauchen eine umfassende Erhebung, die selbstverständlich auch landwirtschaftliche Aspekte einschließt und eine sachliche Diskussion über die Entwicklung der Insektenbestände“, so der Vorsitzende. Insgesamt müsse ein Rückgang von Insekten vielschichtiger betrachtet werden. Einseitige Vorwürfe gegen die Landwirtschaft würden der Situation nicht gerecht. "Für die Insekten war es bestimmt auch nicht von Vorteil, dass durch Straßen-, Gewerbe- sowie Wohnungsbau landwirtschaftliche Flächen versiegelt und unzählige schöne Obst- und Gemüsegärten in englischen Rasen oder Steingärten umgewandelt wurden“, so Beringmeier.
 
An erster Stelle müsse doch stehen zu erforschen, wie überhaupt quantitativ und qualitativ die Veränderungen bei den Insektenvorkommen liegen und warum? „Es gibt viele Gründe wie Klima- und Wetterbedingungen, Lichtverschmutzung, Flächenverbrauch, zunehmende Versiegelung oder sind es vielleicht noch ganz andere?“, fragt sich Beringemeier. Es müsse doch darum gehen, gemeinsame Lösungen zu finden. Auch die Landwirte sehen einen Rückgang der Artenvielfalt mit Sorge und unternehmen einiges zur Verbesserung der Biodiversität wie Blühstreifen, Uferrandstreifen, Vertragsnaturschutz, freiwillig angelegte Biotope u.a..
 
„Wir fordern seit Jahren vernünftige Erhebungen zu den Insektenvorkommen, während die Naturschutz-Organisationen nur einseitige Schuldzuweisungen abgeben“, unterstreicht der Vorsitzende. Zielführend und problemlösend sei dies nicht. „Wir sind alle gefordert“, bekräftigt Beringmeier. Der Scheuklappenblick der Umweltschutz-Organisationen bringe nichts, im Gegenteil, dieser erschwere wirklich konstruktive Gespräche und Lösungen. „Können wir nicht gemeinsam mehr erreichen durch die gebündelte Kompetenz der Landwirte mit vielen eigenen Beobachtungen und die finanziellen Möglichkeiten der durch Spendengelder finanzierten Naturschutz-Organisationen?“
 

Presse-Kontakt

Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe Hubertus Beringmeier

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