Rübenbauern machen mobil Die Zuckerrübe braucht im Kreis Paderborn eine Zukunft

19. Februar 2019

Die Paderborner Hochfläche, Warburger Börde und Hellwegbörde sind hervorragend geeignet, um Zuckerrüben anzubauen.

Die Rübe ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region. Auf den Druck der Südzucker AG hin haben viele Landwirte den Rübenanbau nach dem Wegfall der Zuckermarktordnung ausgedehnt und in Technik investiert, um die Werke noch besser auszulasten und Marktanteile zu sichern. Die Landwirte waren kooperationsbereit, nun ist die Südzucker AG gefordert, Solidarität mit der Landwirtschaft zu zeigen und eine „Durststrecke“ auszuhalten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie vermutlich wissen, hat der Vorstand der Südzucker AG Ende Januar seinem Aufsichtsrat Pläne vorgelegt, die Zuckerfabrik in Warburg, zu der die Rübenbauern im Kreis Paderborn ihre Zuckerrüben liefern, zu schließen. Dieses könnte das Ende des Rübenanbaus in unserer Region bedeuten.

Die Rübenbauern machen deshalb mobil. Neben vielen Gesprächen, die mit Verantwortlichen geführt wurden, versuchen die Landwirte über drei Vorhaben, die Zuckerfabrik und damit den Zuckerrübenanbau zu erhalten:

1.) Die Landwirte unterstützen eine Mahnwache mit einem Mahnfeuer, das von der Gewerkschaft NGG am Donnerstag, dem 21.02.19, ab 16 Uhr vor dem Tor der Zuckerfabrik in Warburg (Bahnhofstraße 80, 34414 Warburg) veranstaltet wird.

2.) Heimische Landwirte werden am Montag, den 25.02.19 – an dem Tag, an dem der Aufsichtsrat der Südzucker AG über die Schließung des Warburger Werkes entscheiden wird - mit dem Bus nach Mannheim fahren und vor Ort für den Erhalt der Zuckerfabrik demonstrieren.

3.) Die heimischen Landwirte haben gemeinsam mit Berufskollegen, der ebenfalls von der Schließung der Fabrik betroffenen Regionen eine Resolution verfasst und allen Aufsichtsratsmitgliedern persönlich zugesandt.

Die Resolution für den Erhalt der Zuckerfabrik finden Sie im Angang. Sie darf gerne von Ihnen veröffentlicht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Hubertus Beringmeier                                                         Eduard Gockel

Kreisverbandsvorsitzender                                  stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender

 

i.A. Rita Rehring

Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband

- Regionale Öffentlichkeitsarbeit Ostwestfalen -  

 

Pressemeldung

Paderborn /wlv (Re) „Lassen Sie den Rübenanbau in der Paderborner Hochfläche nicht sterben!“, diesen Appell richtet der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn Hubertus Beringmeier in einer Resolution an den Aufsichtsrat der Südzucker AG.

Ende Januar hatte der Vorstand der Südzucker AG seinem Aufsichtsrat Pläne vorgelegt, die Zuckerfabrik in Warburg, zu der die Rübenbauern aus dem Kreis Paderborn ihre Zuckerrüben liefern, zu schließen. „Dieses könnte das Ende des Rübenanbaus im Kreis Paderborner bedeuten“, so der Rübenanbauer und stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Eduard Gockel. „Wir betroffenen Landwirte und unsere Verbände wehren sich massiv gegen die Werksschließung.“

Neben vielen Gesprächen, die mit Verantwortlichen geführt wurden, versuchen die Landwirte nun über drei Vorhaben, die Zuckerfabrik und damit den Zuckerrübenanbau zu erhalten: Sie unterstützen eine Mahnwache mit einem Mahnfeuer, das von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gasstätten am Donnerstag, den 21.02.19, ab 16 Uhr vor dem Tor der Zuckerfabrik in Warburg (Bahnhofstraße 80, 34414 Warburg) veranstaltet wird. Zudem werden Landwirte aus dem Kreis Paderborn am Montag, den 25.02.19 – an dem Tag, an dem der Aufsichtsrat der Südzucker AG über die Schließung des Warburger Werkes entscheiden wird - mit dem Bus nach Mannheim fahren und vor Ort für den Erhalt der Zuckerfabrik demonstrieren.

Am vergangenen Wochenende haben die heimischen Landwirte gemeinsam mit Berufskollegen, der ebenfalls von der Schließung der Fabrik betroffenen Regionen eine Resolution verfasst und allen Aufsichtsratsmitgliedern persönlich zugesandt.

„Wir hoffen, dass wir mit unseren Maßnahmen den wichtigen Rübenanbau in der Region erhalten können“, unterstreicht Beringmeier. Der Rübenanbau habe eine wichtige Funktion und lange Tradition in der Paderborner Hochfläche. Die vom Vorstand der Südzucker AG vorgeschlagene Schließung der Zuckerfabrik Warburg würde den Rübenanbau in der Region massiv gefährden, untermauert Gockel.

             

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e.V. mit seinen Kreisverbänden Paderborn, Höxter, Soest und Ruhr-Lippe wendet sich an den Aufsichtsrat der Südzucker AG:

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Rübenanbau hat eine wichtige Funktion und lange Tradition in dem Gebiet, das sich von der Hellwegbörde über die Paderborner Hochfläche bis zur Warburger Börde erstreckt, und muss hier erhalten bleiben! Die vom Vorstand der Südzucker AG vorgeschlagene Schließung der Zuckerfabrik Warburg würde den Rübenanbau in der Region massiv gefährden! Daher bitten wir Sie dringend, dieser Schießung nicht zuzustimmen!

• Dieses Rübenanbaugebiet bietet hervorragende Voraussetzungen für den Zuckerrübenanbau. Hier werden auch bei außergewöhnlichen Witterungsbedingungen stabil hohe Erträge bei einem relativ niedrigen Aufwand von Pflanzenschutzmitteln erzielt. Der Standort ist daher extrem gut geeignet, um Zuckerrüben anzubauen. Daneben ist die Zuckerrübe ein wichtiges Glied in der Fruchtfolge.

• Seit langer Zeit existiert hier das entsprechende Knowhow zum Anbau. Dieses würde innerhalb von kurzer Zeit verloren gehen.

• Rund 800 Höfe bauen für die Zuckerfabrik Warburg Rüben an. Die Rübe ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die Region.

• Das Engagement und die Zusammenarbeit rund um die Rübe sind ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor. Viele Landwirte sind zudem als Fahrer, Schätzer oder im vor- und nachgelagerten Bereich im Rüben-Business tätig. Der Wegfall dieser Beschäftigungen würde erhebliche Einschnitte bei den wirtschaftlichen Ergebnissen dieser Betriebe nach sich ziehen. Der Anbau der Rüben und auch der Transport der Rüben nach Warburg bietet Arbeit und damit Wertschöpfung für viele landwirtschaftliche Betriebe; dies gilt gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Abfuhr der Rüben im Rahmen der Abfuhrgemeinschaften durch die bäuerlichen Betriebe organisiert wird. Hier sind Engagement und Knowhow für den gesamten Standort gefährdet.

• Und nicht zuletzt: Auf den Druck der Südzucker AG hin haben viele Landwirte in der Region den Rübenanbau nach dem Wegfall der Zuckermarktordnung ausgedehnt und in Technik investiert, um die Werke noch besser auszulasten und Marktanteile zu sichern. Die Landwirte waren kooperationsbereit, nun ist die Südzucker AG gefordert, Solidarität mit der Landwirtschaft zu zeigen und eine „Durststrecke“ auszuhalten.

Lassen Sie den Rübenanbau in den westfälischen Regionen nicht sterben!

Johannes Röring

Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes e.V.

Presse-Kontakt

Hubertus Beringmeier „Lassen Sie den Rübenanbau in unserer Region nicht sterben!“, appelliert der Kreisverbandsvorsitzende Hubertus Beringmeier in einer gemeinsamen Resolution des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) und den betroffenen Kreisverbänden Paderborn, Höxter, Soest und Ruhr-Lippe an den Aufsichtsrat der Südzucker AG.

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