„Kooperation statt Verbote – Dialog statt Konfrontation" Hamburg Umweltministerkonferenz: Protestaktionen der Landwirte gehen weiter

12. November 2019

Landwirte aus ganz Deutschland, auch aus Ostwestfalen-Lippe werden am Donnerstag (14. November 2019) beim Treffen der Umweltminister in Hamburg auf ihre existenzielle Bedrohung aufmerksam machen.

OWL /wlv (Re) Landwirte aus ganz Deutschland, auch aus Ostwestfalen-Lippe werden am Donnerstag (14. November 2019) beim Treffen der Umweltminister in Hamburg auf ihre existenzielle Bedrohung aufmerksam machen. Sie wollen erneut, nach den Demonstrationen im Oktober in Bonn, Minden-Lübbecke und Paderborn ihre Kritik an der aktuellen Politik zeigen und zum Dialog einladen. Bauern und Bäuerinnen des gesamten Bundesgebietes werden unter der Überschrift „Kooperation statt Verbote – Dialog statt Konfrontation" an der Protestaktion und Kundgebung (12.00 -15.00 Uhr) am Tagungsort der Umweltministerkonferenz in Hamburg demonstrieren.

Zentrale Forderung der Landwirte an die Umweltminister von Bund und Ländern ist, in der Umweltpolitik in Deutschland stärker auf kooperative Ansätze zu setzen und nicht auf immer neue Auflagen und Verbote. „Ein Dialog ist dringend notwendig“, so Hubertus Beringmeier, Vorsitzender den Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe. „Wir müssen mit der Politik – gemeinsam - über aktuelle Probleme sprechen.“ Dieser Dialog müsse sachlich, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit gegenseitigem Respekt geführt werden.

Die deutschen Landwirte wollen gehört und vor allem verstanden werden. „Wir sind unzufrieden, wie die Politik auf unsere Demonstrationen im Oktober reagiert hat“, bekräftigt Dominik Schmedt, Junglandwirt aus Stemwede, Mitorganisator des Schlepperkorso im Kreis Minden-Lübbecke am 22. Oktober. „Wir fühlen uns derzeit nicht gehört.“ Deshalb gehe es weiter. Miteinander sprechen statt übereinander, kooperieren statt verbieten, gemeinsam statt gegeneinander – das sind die Sätze, die Landwirte aktuell auf die Straße bringen.

„Wir sind zu Veränderungen bereit, aber Vieles geht nicht einfach von heute auf morgen“, untermauert Beringmeier. Entscheidungen und Investitionen hätten immer die Tragweite einer Generation, außerdem könne es nicht zum Nulltarif gehen. „Wir wollen unseren Teil zur Problemlösung beitragen – aber eben nicht alleine, alle müssen ihren Beitrag leisten.“

Die Landwirte fordern verlässliche Rahmenbedingungen. Wenn die Politik so weiter mache, drohe gerade den kleinen und mittleren Höfen das Aus. Dies sei doch nicht im gesellschaftlichen Sinne. „Wir sind nicht gegen Naturschutz, aber wir müssen von unseren Höfen leben können“, so Dominik Schmedt.

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