Salzkottener Jungbauer auf Plakate zu sehen

05. Mai 2021

Mit Großplakaten für Transparenz und Austausch

"Frauenversteher im Einsatz"
Thomas Werning aus Salzkotten-Scharmede ist auf Großplakaten zu sehen:
Thomas Werning ist gelernter Landwirt. Er liebt seinen Beruf, „es ist mein Traumberuf." Schwerpunkt des Hofes seiner Eltern ist die Milcherzeugung. Ein Teil der Milch wird in der eigenen Hofmolkerei verarbeiten.

Paderborn /WLV (Re) Jungbauer Thomas Werning aus Salzkotten-Scharmede ist derzeit auf Großplakaten in der Region zu sehen. Sein Motiv und sieben weitere Bannermotive des Landwirtschaftsverbandes mit Jungbäuerinnen und -bauern aus Ostwestfalen-Lippe sind jetzt in OWL anzuschauen. Das Anliegen der jungen Leute: Sie wollen die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken. „Wir möchten unsere Arbeit sichtbar machen und informieren", unterstreicht der 22-jährige Thomas Werning. „Wir müssen noch viel mehr über unseren Beruf und unsere Arbeit auf den Höfen reden, zeigen und erklären. Bauernpräsident und Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn Hubertus Beringmeier stimmt ihm zu. Öffentlichkeitsarbeit fange bei jedem Landwirt an. „Denn unsere Arbeitsweise, unser Tun, ist vielen Menschen fremd."

Thomas Werning ist gelernter Landwirt. Er liebt seinen Beruf, „es ist mein Traumberuf." Er besucht derzeit die Fachschule für Agrarwirtschaft in Herford. Wenn er diese im Sommer als Agrarbetriebswirt abschließt, wird er auf dem elterlichen Hof arbeiten. Für ihn stand schon früh fest Landwirt zu werden und später einmal den Hof von seinem Vater zu übernehmen.

In Corona-Zeiten mehr Interesse und Zulauf

Viel positive Resonanz erfährt Thomas Werning in diesen Coronazeiten bei den Kunden ihres Ab-Hof-Verkaufs. Seine Eltern haben einen Betrieb mit Kühen, Mastbullen und Schweinen. Der Schwerpunkt liegt bei ihnen bei der Milcherzeugung. Ein Teil ihrer Milch verarbeiten sie in der eigenen Hofmolkerei zu Joghurt, Käse und Quark. In einem Selbstbedienungshäuschen am Hof verkaufen sie ihre Milchprodukte sowie Schinken, Wurstwaren, Eier und Kartoffeln. Er berichtet, dass seit der Corona-Pandemie das Interesse und der Zulauf der Kunden zugenommen hätten.

Tierwohl ganz wichtig

Seit Februar leben ihre Kühe in einem neu gebauten Strohlaufstall. Für Wernings ist das Tierwohl ganz wichtig. „Wir tun alles für unsere Tiere," sagt der begeisterte Landwirt und bekräftigt: „Wir sind ein Team und jedes Tier hat seinen eigenen Charakter." Darum findet er auch den Spruch auf seinem Plakat „Frauenversteher im Einsatz" passend. Dies sei zwar mit einem Schmunzeln zu verstehen, aber es sei schon viel Wahres daran.

Lebensmittel mit hoher Qualität zu erzeugen, das ist für Familie Werning „Ährensache". „Spaß an der Arbeit und ein hohes Verantwortungsbewusstsein sind für mich, für uns, selbstverständlich", unterstreicht der junge Bauer. „Wenn ein Kälbchen geboren wird, sind das für mich immer tolle Glückmomente", erzählt der Landwirtssohn. „Bauer sein" - die Tiere, die Pflanzen wachsen zu sehen, die Arbeit an der frischen Luft, der Wechsel der Jahreszeiten – das seien seine Leidenschaft.

Wandel in der Landwirtschaft

Der Kern unserer Arbeit ist seit Jahrtausenden der gleiche, der Umgang mit Lebewesen, Boden und Natur. Die Bedingungen rundum hätten sich natürlich geändert, vieles habe sich weiterentwickelt wie in anderen Bereichen auch, so Werning, doch Landwirtschaft sei seit je her auch Veränderung.

„Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt-, Ressourcen– und Klimaschutz sowie Tierwohl sind für uns heute ganz wichtig", unterstreicht er. „Wir stehen hier am Anfang von Veränderungsprozessen wie es sie in vielen anderen Bereichen ebenso gebe, beispielsweise im Energiesektor oder in der Automobilindustrie.

„Vieles können wir aber nicht gleich von heute auf morgen stemmen", verdeutlicht der Junglandwirt. Entscheidungen und Investitionen hätten immer die Tragweite einer Generation. Doch seien politische Entscheidungen heute kaum noch planbar, untermauert Kreisverbandsvorsitzender Beringmeier. „Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen für eine Zukunft auf den Höfen und gerade auch, um den Nachwuchs auf den Höfen zu halten."

Was wünscht sich der Nachwuchs für die Zukunft?

„Mehr Respekt und vor allem Perspektiven", so Thomas Werning, „für einen der schönsten Berufe den es gibt." Auch das sei Nachhaltigkeit.

Plakate Übersicht OWL 2020 ( Dateigröße: 625 KB)

Presse-Kontakt

Höla-Preisverleihung-2020 auf dem Hof Güthoff

Die acht jungen Leute möchten die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft in das Bewusstsein rücken. Sie sind mit ihren Motiven Gewinner des Wettbewerbs Bildkommunikation.

Hinweis: Das Bild entstand im Juni 2020 als die Abstandsregeln aufgehoben waren.

Von links nach rechts: 1. Reihe: Stefanie Spiech mit Johann (6) aus Bielefeld, Janek Güthoff aus Beverungen, Henning Baumann aus Bielefeld, Daniel Walgern aus Extertal, Henrik Südmeyer aus Bad Oeynhausen, 2. Reihe: Simon Fritsche aus Halle-Hörste, Thomas Werning aus Salzkotten und Norman Middeke aus Detmold

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