Hunde in der Natur: Gemeinsamer Leitfaden zum Schutz der Tiere

19. März 2020
Kreis Unna (wlv). Das Frühjahr kommt mit voller Kraft und es zieht die Menschen nach draußen, besonders Hundebesitzer lieben Spaziergänge mit Ihren Vierbeinern in der Natur. Gerade in Corona-Zeiten suchen die Menschen die Abgeschiedenheit in der heimischen Feldflur. Das Frühjahr ist aber auch die Zeit, in der die Tiere in Feld und Flur ihre Jungen aufziehen. Freilaufende Hunde sind für diese Tiere eine große Gefahr. Um Hundebesitzer zu sensibilisieren haben sich nun ganz verschiedene Organisationen zusammengeschlossen, die Tierärztekammer Westfalen-Lippe, der Landesjagdverband NRW, der Nabu, die Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz (Agon) und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e.V.  (WLV) sagen: „Bitte schützen Sie die Wildtiere und achten auf Ihre Hunde“. Dazu haben die Organisationen einen Informationsflyer entwickelt, der nun in allen Tierarztpraxen und an vielen anderen Stellen im Kreis ausliegt.
 

„Jedes Wildtier verfügt über bessere Sinne, als wir Menschen“, so sagen die beteiligten Organisationen. „Bodenbrüter wie Kiebitz, Rebhuhn oder Feldlerchen verlassen ihr Gelege und ihren Nachwuchs schon bei geringster Beunruhigung. Die Eier bzw. Küken kühlen aus, werden lebensschwach und verenden. Auch häufige Störungen unter Nestern im Wald führen zur Aufgabe der Brut“, so ist im Flyer zu lesen. Ähnlich ginge es Feldhasen, Rehen und anderen Wildtieren. Die häufige Anwesenheit des Menschen und seiner Hunde führe zu Stress, schwäche die Tiere und habe negative Folgen für die jeweilige Population.

Zudem sei auch Hundekot in Wiesen und Weiden eine vielfach unterschätzte Gefahr für Rinder und Pferde. Krankheitserreger im Hundekot könnten beispielsweise bei Rindern zu Fehl- oder Totgeburten führen, so die Initiatoren des gemeinsamen Flyers.

Der gemeinsame Appell lautet: „Bleiben Sie auf den Wegen und lassen Sie Hunde nicht in den Feldern, Wiesen und Auen herumtoben. Gehen sie möglichst nicht in der Dämmerung und nachts mit ihren Vierbeinern durch Felder und Wälder. Seien Sie besonders rücksichtsvoll in den Brut- und Aufzuchtzeiten der Tiere, also ûngefähr von März bis Juli. Meiden Sie Uferbereiche, Brachflächen und Blühstreifen.“

 

Den Leitfaden können Sie als Flyer hier herunterladen:

Anhang öffnen ( Dateigröße: 872 KB)

Presse-Kontakt

Hunde sollten nicht frei in der Feldflur laufen, um keine Bodenbrüter und sonstigen Wildtiere zu stören.

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