Erste Feldarbeiten bei leichtem Frost erledigt Saaten in gutem Zustand

15. Februar 2013

Kreis Soest (wlv). Noch hat sich der Winter nicht verabschiedet, doch die Arbeit auf den Feldern hat im Kreis Soest schon wieder begonnen. Die Bauern haben das frostige Wetter der letzten Tage genutzt und die ersten Feldarbeiten erledigt, so eine Mitteilung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest.


„Mit dem einsetzenden Frost Anfang der Woche konnten wir Saaten und Grünland mit Gülle düngen“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest Josef Lehmenkühler. Ab dem 1. Februar sei zwar das Ausbringen von Gülle rein rechtlich wieder möglich, doch seien die nassen Flächen nicht befahrbar gewesen. „Der leichte Frost war optimal“, so Lehmenkühler. Er habe ausgereicht um die Böden befahrbar zu machen, sei allerdings nicht zu stark gewesen, so dass die Gülle in den Boden zur Pflanzenwurzel habe eindringen können.


„Gülle ist ein wertvoller organischer Dünger. Darin sind die Nährstoffe enthalten, die die Pflanzen zum Wachstum brauchen und die in den Kreislauf der Natur zurückgegeben werden. Das sind Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium und Schwefel sowie verschiedene Spurenelemente“, sagt Lehmenkühler. „Ohne Düngung gedeihen die Pflanzen nicht und die Fruchtbarkeit des Bodens nimmt immer mehr ab, weil Mineralstoffe entzogen und nicht zugeführt werden.“


Obwohl die Landwirte sich mit verschiedenen Methoden Mühe gäben, die Gerüche der Gülle einzudämmen, sei eine Geruchsbelästigung nicht immer zu verhindern, bittet Lehmenkühler um Verständnis. So verminderten beispielsweise so genannte Schleppschläuche am Güllefass die Geruchsbelästigung.


Aktuell sind die Landwirte nicht nur mit dem Wetter; sondern auch mit dem Zustand der Pflanzen zufrieden. Die im Herbst ausgebrachten Saaten wie Winterweizen, Wintergerste und Raps haben im Kreis Soest den Winter relativ gut überstanden. „Es gibt keine Ausfälle durch Frostschäden“, freut sich der Vorsitzende. Die Schneedecke im Januar habe die Saaten gut geschützt. Das habe im vergangenen Jahr ganz anders ausgesehen, als tiefe Minusgrade die Saaten teilweise extrem geschädigt hätten, da kein Schnee gelegen habe.

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