Landwirte in Aktion

22. September 2016

Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln werden geerntet Gerste wird gesät

Kreis Soest. Wer aktuell durch die Soester Börde fährt, sieht die Landwirte überall in Aktion. Mais  und Kartoffeln werden aktuell geerntet, die Zuckerrübenernte beginnt in dieser Woche. Raps wurde schon wieder für die Ernte des nächsten Jahres ausgesät, die Saat der Gerste steht an. Die Witterung ist jedoch auch für die Landwirte recht ungewöhnlich; haben sie zu diesem Zeitpunkt in vielen Jahren mit Regen und zu nassen Feldern zu kämpfen, sehnen sie sich jetzt nach ein wenig Feuchtigkeit. „Die Böden sind extrem trocken“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest Josef Lehmenkühler.


Wie sieht es im Einzelnen aus?


Der Mais wird aufgrund der Wärme und Trockenheit der letzten Wochen früher geerntet als in den vergangenen Jahren. „Hier ist die aktuelle Witterung für die Erntearbeiten gut. Die Felder können bodenschonend befahren werden und auch die Straßen bleiben sauber“, sagt der Landwirtevorsitzende.  Die mangelnde Wasserversorgung habe sich natürlich auch auf die Erträge ausgewirkt.


Auch bei der Kartoffelernte würden sich die Landwirte grundsätzlich über eine trockene Witterung freuen, sagt Lehmenkühler. In diesem Jahr führe die extreme Trockenheit jedoch zu Ernteproblemen. Harte Erdklumpen würden in großen Mengen beim Roden mit den Kartoffeln aus dem Boden gefördert; diese müssten dann auf den Sortierbändern wieder aufwendig heraussortiert werden. „Da haben wir hier in der Börde ein größeres Problem, als die Kollegen auf Sandböden“, so der Landwirt.


Auch bei der anstehenden Zuckerrübenernte könne es sein, dass der trockene Boden Ernteprobleme bereite. „Ist die Erde sehr hart und trocken, brechen die Spitzen der Rüben beim Roden häufig ab; da werden wir in einigen Tagen mehr wissen“, sagt er. Sie Sonne der letzten Wochen habe aber auf jeden Fall den Zuckergehalten der Rüben gut getan. Viel Sonne, bedeute eine ausgeprägte Photosynthese und damit auch eine hohe Zuckereinlagerung.


Welches Wetter würde sich die Bauern jetzt wünschen? „Ein ausgiebiger westfälischer Landregen und dann wieder ein schöner Altweibersommer“, sagt Josef Lehmenkühler.

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