Internationaler Tag der Milch am 1. Juni

31. Mai 2017

Kreis Soest (wlv). Nicht nur Männer soll sie munter machen, rund 55 Liter trinkt der Bundesbürger im Jahr, dazu kommen die verschiedensten Verarbeitungsprodukte. Die Rede ist von der Milch. Einmal im Jahr ist ihr ein besonderer Tag gewidmet: Am 1. Juni  wird jährlich in vielen Ländern der Erde der „Internationale Tag der Milch“ gefeiert.
9 717 Milchkühe wurden bei der letzten Zählung am 3. November 2016 im Kreis Soest gezählt. Sie stehen in den Ställen und auf den Weiden von knapp 200 Landwirten und Landwirtinnen.
„Leider sinkt die Zahl der Milchkuhhalter im Kreis Soest, wie im gesamten Bundesgebiet kontinuierlich“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest Josef Lehmenkühler. Besonders im letzten Jahr hätten aufgrund der niedrigen Milchpreise viele Landwirte die Milchkuhhaltung aufgegeben. „Das war für die betroffenen Bauernfamilien in der Regel  kein leichter Schritt, denn unsere Milchkuhhalter sind mit viel Herzblut bei der Sache. Bevor die Kühe den Stall für immer verlassen,  hat man meistens mehr als eine schlaflose Nacht“, sagt Lehmenkühler.
Obwohl sich die Milchpreise im Vergleich zum letzten Jahr erholt hätten, seien sie immer noch zu niedrig, so der Vorsitzende. „Da wir bei allen Milchprodukten aber aktuell eine gute Nachfrage bei gleichzeitig geringerer Milchanlieferung haben,  hegen wir die berechtigte Hoffnung, dass der Milchpreis weiter anziehen wird“, ist Lehmenkühler optimistisch.
Das sei auch dringend notwendig, denn eine auch nur annährend angemessene Entlohnung der Arbeit sei in den letzten Jahren kaum erfolgt. „Für unsere Milchkuhbauern gehören die Kühe zum Leben“, sagt Lehmenkühler. „Jeden Tag, auch Weihnachten und Ostern, versorgen sie die Tiere. Sie füttern, melken und schauen, ob alles in Ordnung ist“, macht er deutlich und so sei es beispielsweise auch selbstverständlich, die Familienfeier oder den Heiligabend zu unterbrechen, wenn eine Kuh Probleme beim Kalben habe oder sonst etwas mit den Tieren sei, um das man sich kümmern müsse.

Schüler auf die Höfe
Selbstverständlich ist die Herkunft von Trinkmilch, Joghurt und Co. für viele Kinder heute allerdings nicht mehr, deshalb ruft der Landwirtschaftliche Kreisverband Soest zum Tag der Milch alle Schulkassen zur Bauernhoferkundung auf. „Die Zeit bis zu den Sommerferien kann gut genutzt werden, um Bauernhöfe zu besuchen und das Klassenzimmer mit dem Kuhstall zu tauschen“, sagt Lehmenkühler.„Wir möchten Schüler aller Altersgruppen und Schultypen auf unsere Höfe einladen. Kinder und Jugendliche können dort mit allen Sinnen Natur, Umwelt und die Herkunft des Nahrungsmittels Milch erleben“, sagt Lehmenkühler.
Pädagogen, die Interesse am „Lernort Bauernhof“ haben, können sich beim Landwirtschaftsverband (petra.drees-hagen@wlv.de) melden. Informationen gibt es im Internet unter www.bauernhof.net. Dort findet man auch die Höfe, die in der Region ihre Tore für Schulklassen öffnen.

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