Großer Treckerkorso unterwegs

25. November 2019

Bauern wollen gehört werden

Kreis Soest (wlv). Tausende von Bäuerinnen und Bauern machten sich am Montag mit Traktoren auf den Weg, rund 250 auf 150 Treckern waren es im Kreis Soest. Ihr Anliegen: Sie wollen politisches Gehör finden.


Die ersten Traktoren machten sich um 7.30 Uhr in Geseke auf den Weg, dann ging es weiter entlang der alten B1, weitere Mitstreiter schlossen sich kontinuierlich an, bevor am zentralen Sammelpunkt an der WLV-Geschäftsstelle Unna  rund 150 Trecker mit rund 250 Personen eintrafen. Von dort ging es weiter zur Kundgebung, die in Dortmund stattfand. Hier trafen weitere Traktoren zur Gruppe, so auch eine Gruppe aus dem Märkischen Kreis, Hagen und dem EN-Kreis, die von einer Kundgebung in Hagen kamen. Die Fahrt setzte sich in Richtung Hamm und Bielefeld fort.


Eine andere, kleinere Gruppe von Landwirten aus dem Kreis Soest machte sich am Montag mit Traktoren direkt auf den Weg nach Berlin.


Am Dienstag fährt ein Sonderzug, der im Rheinland startet, nach Berlin. Zahlreiche Landwirte und Landwirtinnen aus dem Kreisgebiet werden sich mit diesem Zug zur Kundgebung am Brandenburger Tor aufmachen.


Hintergrund des Protestes: Die Zukunftsangst in den Bauernfamilien ist groß. Selten war die Stimmung unter den Landwirten so angespannt wie derzeit. Der politische Druck auf die Landwirtschaft wachse unentwegt – besonders das von den Ministerinnen Schulze und Klöckner beschlossene Agrarpaket habe das Fass zum Überlaufen gebracht, so der Landwirtschaftliche Kreisverband.

Aufgerufen zu den Protesten hat die Bewegung „Land schafft Verbindung“, Landwirte und Landwirtinnen, die sich vorwiegend über die sozialen Netzwerke zusammengeschlossen haben; der Landwirtschaftliche Kreisverband unterstützt die Demonstrationen.


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