Pfingstmontag: Internationaler Tag der Milch

29. Mai 2020

Schwierige Lage der Milchbauern

Kreis Soest (wlv). Am kommenden Montag feiern wir nicht nur Pfingsten, sondern auch den Weltmilchtag. Bereits seit 1957 ist dem weißen Saft ein Tag im Jahr gewidmet. Damals hat die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erstmals den Tag der Milch ausgerufen.

Aber auch zum Tag der Milch lastet ein massiver Druck auf den heimischen Milchkuhhaltern. Die Lage auf dem Milchmarkt ist angespannt: Die Corona-Krise hat auch diesen Markt durcheinander gebracht. Die Verbrauchsgewohnheiten haben sich geändert; vor Corona wurde ein beträchtlicher Anteil an Milchprodukten außer Haus verzehrt. Das änderte sich mit der Krise. „Plötzlich wurde nur noch zu Hause gegessen und getrunken. Es wurden nur noch Kleingebinde und keine Großküchenportionen mehr gefragt“, so Josef Lehmenkühler, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Kreis Soest. Nicht jede Molkerei konnte sich so schnell umstellen, denn es fehlten sowohl die Kleinverpackungen als auch die Technik für die Abfüllung und Verpackung in große Gebinde.

Aber auch ohne Krise sei der Druck auf den Milchmarkt da, Handelsketten würden ihre Markmacht nutzen und Druck auf den Preis ausüben, aber auf der anderen Seite immer höhere Qualitäten fordern. „Das passt nicht zusammen“, sagt Lehmenkühler.  Im Laufe der letzten Jahrzehnte sei der Milchpreis relativ betrachtet permanent gesunken. Habe ein Durchschnittsverdiener 1970 noch neun Minuten für einen Liter Milch arbeiten müssen, seien es heute nur noch 3 Minuten. „Wir Bauern brauchen auskömmliche Preise“, kritisiert der Vorsitzende, sonst könnten die heimischen Höfe nicht langfristig bestehen. Die Wichtigkeit einer heimischen, flächendeckenden Landwirtschaft und das hohe Gut der Lebensmittelsicherheit sei unerlässlich und müsse gewahrt werden, das habe die Corona-Pandemie mehr als deutlich gemacht. „Die regionale Eigenversorgung und die Stärkung der hiesigen Landwirtschaft muss wieder in den Mittelpunkt der deutschen und europäischen Agrarpolitik rücken“, fordert Lehmenkühler.

Trockenheit  lässt kein Futter nachwachsen

„Sorgen bereitet uns Bauern zudem der fehlende Regen und das betrifft nicht nur die Milchviehhalter, sondern alle Landwirte. Nach dem ersten Grünlandschnitt wächst aktuell kaum etwas nach und aufgrund der Dürre der letzten zwei Jahre sind die Futterreserven eh knapp“, erklärt der Vorsitzende. Eine weitere Trockenperiode sei für viele Betriebe ein großes Problem.

   
Das Pfingstrezept: statt exotischem Cocktail prickelnder Erdbeershake zum Weltmilchtag
Es muss nicht immer ein exotischer Cocktail sein: Lecker zu Pfingsten, für drinnen und draußen, für die Familie oder für Gäste in kleiner Runde, ist ein Milchshake mit Erdbeeren - so der Landwirtschaftliche Kreisverband anlässlich des Internationales Tages der Milch.
Das Gute liegt so nahe, regional und saisonal: Es müssen nicht immer die Zutaten von weit und überall her sein. Mit guten Nahrungsmitteln aus der Heimat, schnell und unkompliziert gemacht ist dieser „Drink“ ein köstlicher Genuss ist.
Prickelnder Erdbeershake
Ruckzuck gemacht, drei Zutaten ein leckeres Getränk:
250 g Erdbeeren
250 g Joghurt
250 ml Milch
Die Erdbeeren putzen und mit dem Joghurt und der Milch pürieren und in Gläser füllen. Damit es prickelt mit einem Schuss Mineralwasser oder für Erwachsene mit Sekt ausfüllen. Wer möchte, im Glas mit Sahne, Schokostreusel, Erdbeere und frischer Minze verzieren. Es können auch andere Früchte, je nach Jahreszeit, Himbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren, Brombeeren oder Pfirsichen verwendet werden. Kuht-en Appetit!

 

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