Getreideernte: Große Spannbreite der Ertäge

10. August 2020

Sehr schlecht bis sehr gut

Kreis Soest (wlv). Nachdem man in den letzten Wochen überall die Mähdrescher auf den Feldern sah, ist die  Getreideernte im Kreis Soest nun bis auf wenige Flächen eingebracht. Bei sonnigem Wetter konnten die Bauern die Felder ernten. „Die Erntebedingungen waren gut, es gab kaum regenbedingte Zwangspausen und wir konnten das Getreide trocken einbringen“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Josef Lehmenkühler.

Betrachte man die Erträge im Kreisgebiet sei die Spannbreite so groß, wie sie kaum dagewesen sei. „Es gibt Flächen, auf denen haben wir Bauern richtig gut geerntet, aber auch Flächen, da fiel die Ernte mehr als mager aus“, sagt Lehmenkühler. Was hat zu diesen extrem großen Unterschieden geführt? Das Frühjahr sei sehr sonnig und viel zu trocken gewesen, sagt Lehmenkühler. Besonders auf den Böden, die Wasser nicht lange speichern könnten, wie beispielweise Böden mit einem hohen Sandanteil oder sehr flachgründige Böden, hätten die Pflanzen stark unter dem Wassermangel glitten und die Seitentriebe reduziert. „Auf diesen Flächen blieb maximal der Haupttrieb über, so dass die Bestände sehr dünn waren“, erklärt der Vorsitzende.  

Auch die lokale Witterung habe einen wichtigen Einfluss gehabt. „Die wenigen - aber wichtigen - Regenschauer gingen lokal sehr unterschiedlich nieder“, sagt er.

„Da die Erntearbeiten aufgrund des sommerlichen Wetters sehr zügig durchgeführt werden konnten, sind wir früh mit der Ernte fertig“, sagt Lehmenkühler und führt weiter aus: „Wir sind zwar nicht so zeitig, wie im Supersommer 2018, damals haben wir die Getreideernte schon im Juli beendet, aber schon recht früh.“ In den meisten Jahren würde sich die sommerliche Ernte bis Mitte/Ende August hinziehen.

Die noch nicht geernteten Kulturen wie Kartoffeln, Mais, Rüben, Gemüse und besonders das Grünland bräuchten jetzt Wasser, sagt Lehmenkühler. „Ein Wechsel zwischen Regen und trockenen Abschnitten bei nicht zu heißen Temperaturen wäre optimal“, so der Landwirt. Er führt weiter aus: „Wir hoffen jedoch, dass die Gewitter nicht zu heftig mit Starkregen und Hagel runterkommen, denn dann können die Böden die Wassermassen nicht aufnehmen, Boden schwemmt ab und zudem können die Pflanzen geschädigt werden.“

Presse-Kontakt

Bei schönstem Sommerwetter konnte die Getreideernte im Kreis Soest eingebracht werden.

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