Aktuelle EU-Beschlüsse mit Bedeutung für heimische Landwirtschaft

21. Oktober 2020

Kreis Soest (wlv). Am frühen Morgen des heutigen Tages (21. Oktober) haben sich die Agrarminister der europäischen Union auf die allgemeine Ausrichtung der „Gemeinsamen Agrarpolitik" (GAP) verständigt.

„Brüssel ist zwar weit weg, der Beschluss aber für uns Landwirte hier in der Region von größter Bedeutung, da die Agrarpolitik sehr stark europäisch bestimmt wird", sagt Josef Lehmenkühler, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest.

Grundsätzlich seien die Beschlüsse des Agrarrates eine solide Grundlage für eine Einigung über das GAP-Gesamtpaket für die demnächst anstehenden Trilogverhandlungen mit Parlament und Kommission. Einer der Kernpunkte sei die Koppelung der Ausgleichszahlungen an zusätzliche Umweltauflagen gewesen, sagt Lehmenkühler. Auch jetzt seien die Mittel schon an entsprechende Auflagen gebunden, so der Vorsitzende. Außerdem seien die Ausgleichszahlungen in Europa ein Ausgleich für die höheren Standards, die hier gegenüber den Weltmarktkonditionen herrschen würden. Nun solle von Seiten der EU-Agrarpolitik der Umweltschutzaspekt noch deutlich intensiviert werden.

Der Beschluss sieht nun vor, dass 20 Prozent der Direktzahlungen für sogenannte „Eco-Schemes", also Öko-Regelungen reserviert sein müssen. „Jetzt ist es wichtig, dass die Umsetzung für uns Landwirte zumindest annähernd praktikabel wird", kommentiert Lehmenkühler die Beschlüsse. Neben der Praktikabilität bräuchten die heimischen Landwirte auch eine EU-weite annähernd einheitlich gestaltete Umsetzung, damit gleiche Wettbewerbsbedingungen herrschten, sagt der Landwirtevorsitzende. „Wichtig sind verbindliche europäische Vorgaben, damit die Umsetzung der GAP nicht zum Flickenteppich in Europa wird", sagt er.

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