Internationaler Tag der Milch

01. Juni 2021

Immer weniger Milchkuhhalter im Kreis Soest

Kreis Soest (wlv). 365 Tage im Jahr sind sie fleißig und liefern uns den weißen Trunk, der müde Männer munter machen soll, aber einmal im Jahr ist ihnen ein besonderer Tag gewidmet. Die Rede ist von unseren heimischen Milchkühen, denn am 1. Juni wird jährlich in vielen Ländern der Erde der „Internationale Tag der Milch" gefeiert.

In den Ställen und auf den Weiden von 143 Landwirtinnen und Landwirten stehen im Kreis Soest Milchkühe (Quelle IT NRW). „Leider nimmt schon seit Jahren die Zahl der Milchkuhhalter dramatisch ab", sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest Josef Lehmenkühler. Zehn Jahre zuvor habe es noch 100 Höfe mehr gegeben, auf denen Milchkühe zu Hause gewesen seien. Zunehmende Auflagen in Kombination mit niedrigen Milchpreisen führten zu diesem massiven Schwund.

„Das war für die betroffenen Bauernfamilien in der Regel kein leichter Schritt, denn unsere Milchkuhhalter sind mit viel Herzblut bei der Sache. Bevor die letzte Kuh den Stall für immer verlässt, hat man meistens mehr als eine schlaflose Nacht", sagt Lehmenkühler. Aber auch für den Umwelt- und Naturschutz sei die Rinderhaltung wichtig, sagt der Vorsitzende. Ein englischer Biologe habe beispielsweise ermittelt, dass ein Rind, das auf der Weide zehn Tonnen Kuhfladen im Jahr produziere, damit die Nahrungsgrundlage für mehr als 100 Kilogramm Insekten erzeuge. Und mit den Insekten hätten auch viele andere Tiere eine Lebensgrundlage. „Unserer heimischen Rauchschwalben beispielsweise sind auf unsere Ställe und die Tiere darin angewiesen", sagt er.

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