Getreidernte im Kreis Soest erst im September abgeschlossen

09. September 2021

Kreis Soest (wlv). Die sommerliche Getreideernte im Kreis Soest ist eingebracht. Sie dauerte länger und das Ende erfolgte später als in den letzten Jahren. Das wechselhafte Wetter habe dazu geführt, dass die Bauern im Kreis Soest viele Zwangspausen bei den Erntearbeiten hätten einlegen müssen, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Josef Lehmenkühler und führt weiter aus: „Haben die trockenen Sommer der letzten Jahre dazu geführt, dass wir teilweise schon Anfang August mit der Ernte so gut wie durch waren, sind in diesem Jahr vereinzelte Restflächen erst Anfang September gedroschen worden."

Regelmäßige Regenfälle und niedrigere Temperaturen hätten dazu geführt, dass die Landwirtinnen und Landwirte immer nur in kurzen Zeitfenstern hätten ernten können, so Lehmenkühler. „Wer dann das Korn trocken eingefahren hatte, schaffte es oft nicht mehr vor dem nächsten Regen das Stroh zu pressen und musste wiederum auf besseres Wetter warten", sagt er. Besonders in den Höhenlagen im Kreis, in denen das Getreide lagebedingt etwas später reif sei, habe sich die Ernte lange bis in den August und teilweise sogar bis in den September hinein gezogen.

„Ertraglich war die Getreideernte zwar noch in Ordnung, erfüllte aber nicht die Erwartungen, die das Frühjahr versprach", sagt er. Die gute Wasserversorgung im Mai und Juni und der optische Eindruck der Bestände hätten auf ein gutes Ergebnis hoffen lassen. „In diesem Jahr haben wir zwar viele, aber dafür kleine Körner geerntet, so dass das mengenmäßige Ergebnis leicht unterdurchschnittlich war", sagt er. Besonders Backweizen sei witterungsbedingt knapp, sagt er. „Da der reife Weizen häufig zu lange bei der feuchten Witterung nicht geerntet werden konnte und auf dem Halm verblieben ist, hat das die Backqualität beeinträchtigt", erklärt Lehmenkühler. Dieser Weizen sei dann nicht mehr als Backweizen zu vermarkten.

„Die Preise haben sich in diesem Jahr deutlich erholt", so Josef Lehmenkühler. Auf dem Weltmarkt treffe eine gute Nachfrage auf reduzierte Mengen, die durch schlechtere Ernten in Russland und Europa bis hin zu Missernten in Nordamerika bedingt seien. Besonders Brotweizen mit guten Backqualitäten würde am Markt nachgefragt.

Erfreulich gut sei die Grasernte in diesem Jahr ausgefallen. „Grünland braucht Feuchtigkeit und die hatten wir im Frühjahr und Sommer 2021", sagt Lehmenkühler. Die Landwirtsfamilien mit Rindern, Pferden und Schafen müssten sich in diesem Jahr im Vergleich zu den letzten drei Dürrejahren keine Sorgen um das Futter machen.

 

Presse-Kontakt

Die Geterideernte 2021 zog sich in den Höhenlagen des Kreises Soest bis in den September hin.

Landwirtevorsitzender Josef Lehmenkühler blickt auf die Getreidernte 2021.

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