Bestürzung im Kreis Soest über Gesetzesvorschlag der EU

24. Juni 2022

Kreis Soest (wlv). Mit Bestürzung haben die Landwirte im Kreis Soest den am 22. Juni veröffentlichten Entwurf der Verordnung über die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln der EU-Kommission im Rahmen des europäischen Green Deal gelesen. „Das Vogelschutzgebiet Hellwegbörde wäre hiervon massiv betroffen und die Konsequenz für die Hellwegbörde fatal", sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest Josef Lehmenkühler . Das europäische Vogelschutzgebiet Hellwegbörde erstreckt sich über ca. 48.000 ha entlang der B1 zwischen Unna und Paderborn. Allein im Kreis Soest über 35.000 ha fruchtbarster Ackerboden mit stabiler höchster Ertragserwartung.

„Vor dem Hintergrund, der sich abzeichnenden Versorgungskrise, insbesondere mit Getreide, macht uns der Entwurf fassungslos", so der Vorsitzende. Ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln würde zu einer weiteren drastischen Verknappung von Nahrungsmitteln auf dem Weltmarkt führen, was in der aktuellen Zeit eine Hungerkatastrophe für noch mehr Menschen auf der Welt bedeuten würde. Zudem sei dieser Entwurf für den Vogelschutz in der Hellwegbörde absolut kontraproduktiv.

Aus diesem Grund haben die Landwirte Im Kreis Soest einen offenen Brief an die Europaabgeordneten Dr. Peter Liese und Birgit Sippel geschickt, mit der dringenden Bitte, dem Entwurf nicht zuzustimmen (s. Anlage).

Offener Brief an die EU-Abgeordneten ( Dateigröße: 110 KB)

Presse-Kontakt

Der Rapsanbau in der Soeter Börde stände vor dem Aus, wenn der Verordnungsentwurf der EU durchgesetzt würde.

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