"Wir sind gut vorbereitet"

14. Mai 2014

Infoabend zur ASP mit 200 Besuchern

-wlv/mg- Saerbeck/Kreis Steinfurt. Noch scheint sie weit weg zu sein, die afrikanische Schweinepest (ASP). „Wir wollen, dass das auch so bleibt“, machte Albert Rohlmann, Vorsitzender des Veredlungsausschusse des WLV-Kreisverbandes am Dienstagabend in Hövels Halle deutlich. 200 interessierte Landwirte waren derselben Meinung und waren zu der offenen Ausschusssitzung gekommen, um sich umfassend informieren zu lassen.

Mut und Zuversicht
„Wir können das Problem mit Mut und Zuversicht angehen“, machten Dr. Christoph Brundiers und Dr. Andreas Raatz vom Kreisveterinäramt in ihren Referaten deutlich. Das ASP-Virus sei für den Menschen ungefährlich. Da es (noch) keinen Impfstoff gegen den Erreger gebe, so käme vorbeugenden Maßnahmen und der Früherkennung eine besondere Bedeutung zu. „Deshalb ist es gut, dass wir im Rahmen dieser Veranstaltung die wichtigsten Informationen an die Tierhalter weitergeben können“, so die Veterinäre. Dr. Raatz informierte die Landwirte über die Symptome der ASP, die sich nicht wesentlich von denen der klassischen Schweinepest unterscheiden. Auf die Ansteckungswege sollten Landwirte und auch Jäger besondere Aufmerksamkeit legen. „Bringen Sie keine Jagdtrophäen oder Lebensmittel aus den osteuropäischen Staaten mit und informieren Sie darüber auch Landarbeiter aus Osteuropa“, lautete der dringende Appell.

Tierbestände genau beobachten

Die Veterinäre und auch Dr. Annette vom Schloß, Geschäftsführerin der Tierseuchenkasse NRW, forderten die Landwirte und die Jäger auf, die Tierbestände genau zu beobachten und bei unklaren Symptomen Tierärzte zu Rate zu ziehen und Proben entnehmen zu lassen, um die ASP auszuschließen. „So minimieren wir das Risiko eines Tierseuchenausbruchs in unserer Region“, so die Fachleute.
Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Fälle von ASP im Kreis Steinfurt geben, ist die Kreisverwaltung gut vorbereitet, stellte Dr. Brundiers dar. Dem Krisenstab steht ein Beratungsausschuss mit Vertretern der Landwirtschaft, der praktischen Tierärzte und der betroffenen Wirtschaftsverbände zu Seite.

Kreis Steinfurt besonders schützen

„Der Kreis Steinfurt ist einer der Kreise, die es besonders zu schützen gilt“, machte Dr. vom Schloß deutlich. Sie erläuterte den Umfang der Leistungen der Tierseuchenkasse (TSK) und wies insbesondere auf das Früherkennungssystem hin. Die TSK übernimmt die Kosten für die Probenentnahme und die Untersuchung CVUA [was heißt das???]. Welche Risiken eine Tierversicherung abdecken kann, erläuterte Bernhard Post, WLV-Versicherungsberater und riet den Landwirten, aktives Risikomanagement zu betreiben. Einig waren sich alle Referenten: „Wir entwickeln für den Krisenfall gute Strategien und Strukturen, aber das Wichtigste ist, den Ausbruch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu vermeiden.“

Link öffnen

Presse-Kontakt

Daten werden geladen …

powered by webEdition CMS