Ochtruper Tierleben: Schweinemobil auf dem Schulhof

16. April 2015

-wlv/mg- Ochtrup (Kreis Steinfurt). Lebende Schweine auf dem Schulhof? Da wurden die Schüler und Schülerinnen der Gemeinschaftshauptschule Ochtrup (Kreis Steinfurt) ganz hellhörig. Die Neugier auf den seltenen Besuch vor den Toren der Schule war schnell geweckt und riesengroß. Alle Klassen des fünften und sechsten Jahrgangs der Gemeinschaftshauptschule in Ochtrup erlebten einen ganz besonderen Unterricht. Heraus aus den Klassenräumen und hinein in die rollende Schweinebucht hieß es für die Schülerinnen und Schüler. Jeweils eine Schulstunde (und natürlich in den Pausen) hatten sie Zeit und Gelegenheit, sieben rosafarbene Borstentiere kennenzulernen und alles über sie und ihre Artgenossen zu erfahren.

Landwirt Thomas Ostendorf (Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsverbandes Ochtrup und zugleich Sprecher des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit) stand gemeinsam mit seinem Berufskollegen Thomas Wessendorf und seinem Mitarbeiter Marvin Hardt (staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt) den interessierten Schülern und Lehrern gerne Rede und Antwort. Warum werden Ferkel kastriert? Was fressen Schweine besonders gerne? Wie sieht es auf einem „echten“ Bauernhof aus? Viele, auch kritische Fragen rund um die moderne Landwirtschaft beantworteten die Landwirte ganz geduldig. „Schnitzel wachsen eben nicht auf Bäumen“, scherzte Thomas Ostendorf – aber das wussten die Schülerinnen und Schüler natürlich längst.

„Mit dem Schweinemobil die Landwirtschaft direkt zur Schule zu bringen, das ist eine wirklich gute Idee“, loben die Lehrer. „Der Zeitpunkt ist wunderbar, weil wir gerade in der fünften Klasse das Thema Nutztiere im Biologieunterricht behandeln“, sagt Maike von der Heiden, Fachlehrerin der 5 c. „Ein Bauernhofbesuch wäre natürlich noch besser, aber das hätte organisatorisch nicht geklappt“, erklärt sie und freut sich über die Offenheit ihrer Schüler. „Einige der Jugendlichen, die erst sehr zögerlich waren, sind nun mittendrin. Lebende Tiere sind eben ein echter Magnet für die Aufmerksamkeit.“ Von der ersten bis zur siebten Stunde sprechen die Landwirte mit über 100 Schülern und Pädagogen, erklären und zeigen. Dann ertönt das letzte Klingelzeichen – und auch das Schweinemobil, das in Ochtrup erstmals als mobiles „Klassenzimmer“ diente, hat „Schulschluss“.  Aber der Dialog soll nicht schon zu Ende sein: Thomas Ostendorf lädt Schüler und Lehrer ein, mit der Familie seinen Betrieb zu besuchen. Durch ein großes „Schaufenster“ auf seinem Hof können die Besucher dort direkt in den Ferkelstall schauen.

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