Flurbereinigung in der Emsaue

29. Juni 2016

Infoveranstaltung am Montag, 4. Juli

-wlv/mg- Kreis Steinfurt. Ein geplantes Flurbereinigungsverfahren im Bereich der Emsaue zwischen Greven und Rheine steht im Mittelpunkt eines Informationsabends am Montag, 4. Juli, um 19.30 Uhr im Grünen Zentrum in Saerbeck. Dazu lädt der WLV-Kreisverband Steinfurt gemeinsam mit der Bezirksregierung Münster ein.

Vertreter der Bezirksregierung werden das Vorhaben und die Planungsschritte erläutern. Ziel des beabsichtigten Flurbereinigungsverfahrens ist neben strukturverbessernden Maßnahmen die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) an der Ems. Betroffen sind landwirtschaftliche Flächen in Greven, Saerbeck, Emsdetten, Mesum, Elte und Rheine.

Teilnehmer dieses Flurbereinigungsverfahrens werden alle Grundstückseigentümer, die freiwillig einer Neuordnung ihrer Flächen zustimmen. Die Gebietskulisse konzentriert sich auf den Bereich des Naturschutzgebietes Ems, den Bereich der Emsaue und der Überschwemmungsgebiete der Ems. Wenn gewünscht, können auch weitere Flächen in das Verfahren einbezogen werden.

 

Zum Thema/Hintergrund:

Als  typischer Tieflandfluss mit geringem Gefälle und  niedriger Fließgeschwindigkeit mäandrierte die Ems bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts über eine Länge von 440 Kilometer in einer breiten Aue zwischen ausgeprägten Terrassenkanten. Jedes Hochwasser gab dem Fluss ein neues Gesicht. In den 1920er Jahren wurde der Plan zum großen Emsausbau beschlossen, insbesondere um Ausuferungen im Gewässerprofil nach Hochwassern zu vermeiden. Dies wurde durch Laufverkürzungen erreicht. Sogenannte Durchstiche trennten Mäander ab, die Ems wurde begradigt. Das  Flussbett erhielt in weiten Teilen ein vorgeformtes Profil mit Steinschüttungen an den Böschungen.

 

Die negativen Auswirkungen des Ausbaus für die Ems und ihre Auen sind nicht mehr zu übersehen. Alternativen zum technisch dominierten Ausbau sind gefragt. Die Bezirksregierung  Münster arbeitet für das Land Nordrhein-Westfalen daran, in ihrem Zuständigkeitsbereich zwischen Warendorf und Rheine die Ems zu renaturieren. Mit Projektmaßnahmen, die im Kreis Warendorf in Teilen schon umgesetzt sind und nun auch zwischen Greven und Rheine im Kreis Steinfurt geplant werden, soll der Ems mehr Raum gegeben werden, damit sich der Fluss auf Dauer wieder eigendynamisch entwickeln kann.

 

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