Dorfbrücke Hembergen: Können Fördergelder helfen?

24. November 2016

-wlv/mg- Saerbeck/Kreis Steinfurt. Brücken können verbinden, aber auch trennen, wenn sie nicht oder nur eingeschränkt befahrbar sind. So ist es derzeit bei der Dorfbrücke Emsdetten-Hembergen. Seit Anfang Oktober dürfen nur noch Fahrzeuge die Brücke passieren, die niedriger als 2,40 Meter sind. Vor die Auffahrten zur Brücke wurden entsprechende Stahlportalrahmen installiert. Kleine Trecker können die Brücke noch befahren, für größere Fahrzeuge – Traktoren, Erntemaschinen aber auch Pferdeanhänger oder der Rettungswagen – ist die Brücke unpassierbar geworden. Insbesondere für betroffene Landwirte, die Wirtschaftsgebäude oder Ackerflächen auf beiden Seiten der Ems erreichen müssen, ist das eine Situation, die sie zwingt, teils große Umwege in Kauf zu nehmen.

„Wir brauchen an dieser Stelle eine neue Brücke mit höherer Traglast“, ist die Forderung der Landwirte, die sie seit nunmehr zwei Jahren intensiv verfolgen. Aber wie kann das gelingen? Am Dienstagabend (22. November) trafen sich die Landwirte erneut im Grünen Zentrum, um den aktuellen Sachstand zu diskutieren. Eine neue Emsbrücke mit deutlich höherer Traglast kostet rund 700.000 Euro. Wie kann diese Summe aufgebracht werden? Baulastträger sind die Städte Emsdetten und Greven. In den Haushalt der Stadt Emsdetten sind bereits 185.00 Euro für den Brückenbau eingestellt. Eine entsprechende Zusage von der Stadt Greven wird ebenfalls erwartet. Die Landwirtschaft selbst ist bereit, einen Eigenanteil von 30.000 bis 50.000 Euro für die Finanzierung der Brücke zu leisten. Der Kreis Steinfurt wird sich nach derzeitigem Stand nicht an einem Neubau der Dorfbrücke Hembergen beteiligen.

1960 wurde die Brücke in Hembergen erbaut als „Wirtschaftsbrücke über die Ems“ mit einer Traglast von sechs Tonnen, die für damalige Verhältnisse ausreichend schien. Sechs Tonnen Traglast genügen allerdings den Anforderungen der modernen Landwirtschaft nicht mehr. 1960 kamen Zuschüsse für den damals als „dringlich“ eingestuften Brückenbau unter anderem aus Landesmitteln für den „landwirtschaftlichen Wirtschaftswegebau“.

„Dringlich“ erscheint den Landwirten auch heute der Brückenbau. Deshalb ist der nächste Schritt, einschlägige Förderprogramme zu prüfen, die helfen können, die Finanzierungslücke für den Brückenneubau zu schließen. Anfang des nächsten Jahres soll es ein neues Abstimmungsgespräch geben.

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