Rote Gebiete mehr als halbiert -
Landwirte im Kreis Steinfurt gehen sorgsam mit den Ressourcen Wasser und Boden um

12. Februar 2021

-wlv/mg- Kreis Steinfurt. Das Land NRW hat die Karte der nitratbelasteten Gebiete nach neuesten Daten überarbeitet und am Donnerstag (11.02.) im Info-Portal ELWAS-WEB veröffentlicht. Insgesamt hat sich dadurch die als „rot" eingestufte Fläche um etwa die Hälfte verringert. „In der aktuellen Karte sind die Ergebnisse des neuen Nährstoffberichtes berücksichtigt. Dadurch konnte die Gebietskulisse deutlich reduziert werden", sagt der Kreisverbandsvorsitzende Albert Rohlmann. „Hier wird deutlich, dass die veränderte Bewirtschaftungsweise der Landwirte sich auch in den Messwerten abbildet. Der Schutz von Boden und Wasser ist uns ein wichtiges Anliegen. Landwirte im Kreis gehen sorgsam mit den Ressourcen Wasser und Boden um. Diesen Weg werden wir weitergehen," so Rohlmann.
Die neue Karte ist jetzt die Grundlage für die bevorstehende Frühjahrsdüngung. „Wir berechnen genau den Düngebedarf und bringen den Wirtschaftsdünger mit modernster Technik auf", erläutert Rohlmann. Das Ziel ist klar: Auch die Feldblöcke, die jetzt noch als „rot" eingestuft sind, sollen auf der nächsten Karte möglichst auf „grün" geschaltet sein.
Die Landwirte im Kreis sind darauf bestens vorbereitet: In den vergangenen Wochen informierten Fachleute des Landwirtschaftsverbandes und der Landwirtschaftskammer in fünf großen Videokonferenzen etwa 1000 interessierte Landwirte. Anhand aussagekräftiger Karten aus dem Kreisgebiet erklärten Thomas Baumhöfer und Judith Ballering (beide LWK), welche Einflüsse natürliche Bodengegebenheiten und Belastungen aus der Luft auf Nitrateinträge im Grundwasser haben. Darüber hinaus erläuterten sie die Bedeutung der Grundwasser-Messstellen und der hydrologischen Abgrenzungen sowie des erstmals angewendeten sogenannten Regionalisierungsverfahrens (Betrachtung auf Gemeindeebene) für die Ausweisung nitratsensibler Flächen im Kreis. Effizientes Nährstoffmanagement sei gefordert, um den neuen Richtlinien der Bewirtschaftung zu entsprechen, empfahlen die Fachleute.
„Jeder Landwirt sollte anhand der jetzt vorliegenden neuen Karte genau seine Betroffenheit prüfen und gegebenenfalls mit Hilfe der Fachleute die Ursache für zu hohe Nitratbelastungen feststellen", raten Albert Rohlmann und Kreisgeschäftsführer Franz-Georg Koers. „In der Kreisgeschäftsstelle im Grünen Zentrum in Saerbeck sind wir dabei gerne behilflich."

Bild: Wertvoller Wirtschaftsdünger wird mit modernster Technik bedarfsgerecht sowie wasser- und bodenschonend aufgebracht. Foto: Christoph Grüter

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Wertvoller Wirtschaftsdünger wird mit modernster Technik bedarfsgerecht sowie wasser- und bodenschonend aufgebracht. Foto: Christoph Grüter

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