Bunt ist das neue Grün – 150 Hektar freiwillige Blühstreifen der Landwirtschaft
Kreissparkasse unterstützt,

14. Juli 2022


-wlv/mg- Kreis Steinfurt. Richard Seifert ist ein hoch motivierter „Wiederholungstäter", jedenfalls, wenn es um das Anlegen freiwilliger Blühstreifen an Ackerrändern geht. „Das ist einfach eine Augenweide", sagt er und gegutachtet gemeinsam mit dem WLV-Kreisverbandsvorsitzenden Albert Rohlmann und Rainer Langkamp Vorstand der Kreissparkasse Steinfurt, eine Blühfläche am Bergmeyersweg in Laggenbeck. „Hier summt's und brummt's", so Seifert. Die Bienenweide hat der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsverbandes Ibbenbüren in Verlängerung eines Getreideackers im Frühjahr angelegt und beobachtet fast täglich das surrende Treiben. „Bei Sonnenschein ist es wunderbar, Bienen, Hummeln und weitere fliegende Gäste auf den bunten Blütenkelchen zu bewundern", erklärt Seifert. Wie er haben viele Ibbenbürener Landwirte breite Streifen an Äckern nicht mit Feldfrüchten, sondern mit einer speziellen Blühmischung eingesät so wie ihre Berufskollegen im ganzen Kreis.
Bunt ist das neue Grün im Kreis. Schon in den vergangenen Jahren haben die Landwirte dafür gesorgt, dass mit freiwillig angelegten Blühstreifen an Feldrändern und Rainen für Insekten und weitere tierische Feinschmecker im Kreis Steinfurt ein vielfältiger Blüten- und Blätterschmaus zur Verfügung stand. In diesem Sommer hat die Landwirtschaft im Kreis wieder zwei Tonnen feinster Blühmischung in den Kommunen von Westerkappeln bis Ochtrup, von Horstmar bis Hörstel ausgesät. „Das heißt, dass zusätzlich zu Agrar- und Umweltmaßnahmen die Landwirte rund 150 Hektar freiwillige Blühflächen angelegt haben. Wir Landwirte sind gerne bereit, uns für die Artenvielfalt zu engagieren", sagt Albert Rohlmann, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Kreisverbandes.
Die Saatgutmischung für das „Blühende Band aus Bauernhand", das an vielen Orten im Kreis deutlich in der Landschaft zu sehen ist, haben die Fachleute der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft zusammengestellt. Buchweizen und Phacelia (Bienenfreund) sind die ersten Farbtupfer der Streifen, die von Malve, Sonnenblume, Koriander und weiteren ausgesuchten Blühern abgelöst werden – erste Wahl für Insekten und Kleintiere aller Art, die auf den blühenden Flächen Nahrung und Schutz finden. „Ein toller Beitrag der Landwirtschaft", findet auch Sparkassenvorstand Rainer Langkamp. Mit einer Spende von 5000 Euro unterstützt das Geldinstitut den Ankauf des Saatgutes, das kostenlos an die Landwirte im Kreis abgegeben werden konnte. „Wenn es um unsere Umwelt, die Natur und um Biodiversität geht, stellt die Kreissparkasse gerne finanzielle Mittel zur Verfügung", so Rainer Langkamp. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigen die vielen „Fluggäste", die sich von dem Besuch in ihrem Refugium nicht stören lassen und unbeirrt in großer Zahl die bunten Blütenkelche ansteuern.

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