Schlachtung tragender Kühe ist nur in Notfällen akzeptabel

27. März 2014

WLV fördert Sensibilisierung der Tierhalter

Münster <wlv> Tragende Kühe dürfen nur in Ausnahmefällen geschlachtet werden. Mit dieser Aussage hat sich heute der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) an alle heimischen Rinderhalter gewandt. Zugleich bekräftigt der Verband seine Entschlossenheit, gemeinsam mit Schlachthöfen und Veterinärbehörden belastbare Daten über den Umfang solcher Schlachtungen zu sammeln und deren Beweggründe genauer zu untersuchen.

„Leider sind wir in der Frage, warum und in welcher Zahl tragende Kühe in Deutschland geschlachtet werden, derzeit weitgehend auf Vermutungen und Schätzungen angewiesen. Dies wollen wir ändern und Ursachen wie Umfang dieser Schlachtungen näher untersuchen. Hierbei erwarten wir künftig insbesondere von den Schlachtunternehmen Rückmeldungen an betroffene Tierhalter. Klar ist aber bereits jetzt: Akzeptabel ist die Schlachtung einer tragenden Kuh nur dann, wenn diese schwer krank ist oder eine Vorgabe der amtlichen Seuchenbekämpfung dies verlangt“, sagte WLV-Präsident Johannes Röring in Münster.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband hat seine Mitglieder in den letzten Wochen für dieses Thema verstärkt sensibilisiert und wird seine Aufklärungsarbeit weiter intensivieren. Die heimischen Rinderhalter sind aufgerufen, alle betrieblichen Möglichkeiten zu nutzen, damit keine tragenden Kühe geschlachtet werden.

Hintergrund der aktuellen Diskussion ist ein Bericht des NDR Politikmagazins „Panorama 3“ vom Dienstag dieser Woche, in dem sich Kritiker gegen die Schlachtung tragender Kühe gewandt und eine Änderung EU-rechtlicher Vorgaben angemahnt hatten.

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