Wertvolle Böden schützen und Rechte verteidigen!

29. April 2014

WLV verabschiedet Forderungen zum Ausbau der Stromnetze

Münster <wlv> Mit klaren Forderungen hat sich der Vorstand des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) in dieser Woche in die Diskussion über die Umsetzung der „Energiewende“ eingeschaltet. Nach Ansicht des Verbands muss sichergestellt werden, dass beim anstehenden Ausbau der Hochspannungsnetze Böden und Pflanzen optimal geschützt, die Eigentümer und Nutzer von Flächen angemessen entschädigt und auf vorzeitige Ent-eignungen verzichtet wird.

„Die Verlegung von 380-kV-Erdkabeln, wie sie als Pilotprojekt im Kreis Borken geplant ist, bedeutet einen massiven Eingriff in den Boden und zerstört die natürliche Bodenstruktur unwiderruflich“, sagte WLV-Vizepräsident Wilhelm Brüggemeier heute in Münster. „Da zudem ungeklärt ist, wie sich diese Leitungen langfristig auf die Ertragsfähigkeit von Böden auswirken, dürfen Erdkabel nur in absoluten Ausnahmefällen genehmigt werden“.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband erneuert seine Forderung, die gängige Entschädigungspraxis für Grundeigentümer auf den Prüfstand zu stellen: Bisher erhalten diese als Entschädigung lediglich eine am Bodenverkehrswert bemessene, geringe ein-malige Zahlung – aus Sicht der Betroffenen keine angemessene finanzielle Vergütung für die langjährige Nutzungsmöglichkeit der Netzbetreiber.

„Auch die Landwirtschaft sieht im Netzausbau einen wichtigen Beitrag zur Umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien. Wir verlangen aber, dass eine zusätzliche Inanspruchnahme von Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen unterbleibt“, stellte Brüggemeier klar. „Wenn ein Ausgleich erforderlich ist, so ist dieser flächenneutral um zu setzen.“

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