Verhandlungsposition der Molkereien bei Preisrunden muss gestärkt werden

17. Juli 2015

WLV-Gespräch mit DMK zur angespannten Lage am Milchmarkt

Münster <wlv> Zu einem intensiven Meinungsaustausch trafen sich in der letzten Woche die Spitzen von WLV und Deutschem Milchkontor DMK unter Leitung von WLV-Präsident Johannes Röring (4. v. links) und dem Aufsichtsratsvorsitzenden des DMK, Otto Lattwesen (2.v. links), in Münster. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die äußerst angespannte Situation am Milchmarkt. Derzeit sei eine rentable Milcherzeugung nicht möglich und die Liquidität der Betriebe sei gefährdet, unterstrich Röring.

Einig waren sich die Gesprächspartner darüber, dass die Verhandlungsposition der Molkereien bei Preisrunden mit dem Lebensmitteleinzelhandel zu stärken sei. Dies müsse über Strukturanpassungen, verstärkte Kooperation oder die Bildung eines Verkaufskontors erreicht werden, forderten die WLV-Vertreter. Die Politik sei aufgefordert, die Einnahmen aus der Superabgabe aus dem letzten Milchquotenjahr in Höhe von rund 900 Mio. Euro möglichst schnell für die Unterstützung des Milchsektors, z. B. für eine Exportoffensive, bereit zu stellen. Auch sei eine Verbesserung des Marktzuganges in Drittstaaten mit Absatzpotential für Milchprodukte wichtig, um möglichst schnell die Situation am Milchmarkt zu verbessern. Hier sei insbesondere der Abbau von veterinärrechtlichen Handelshemmnissen notwendig. Hier wollen WLV und DMK verstärkt initiativ tätig werden. 

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