Bauern demonstrieren am Montag vor dem Agrarrat in Brüssel

04. September 2015

WLV: Sorge um ihre Betriebe treibt die Bauern auf die Straße

Münster <wlv> Am kommenden Montag demonstrieren begleitend zur Sitzung des Agrarrates Bäuerinnen und Bauern aus der ganzen Europäischen Union vor dem Tagungsgebäude in Brüssel. Von den EU-Agrarministern erwarten sie angesichts des Verfalls der Erzeugerpreise für Milch, Schweinefleisch, Getreide, Obst und Gemüse spürbare und schnelle Hilfe.

„Mit den Folgen des russischen Embargos für europäische Agrarprodukte dürfen unsere Bauern nicht allein gelassen werden“, formuliert WLV-Präsident Johannes Röring die Sorge der heimischen Bauernfamilien. Für die deutschen Bauern addiert sich der Erlösausfall durch sinkende Erzeugerpreise seit Jahresbeginn auf deutlich über 3 Mrd. Euro, ein Drittel der Net-towertschöpfung der gesamten Landwirtschaft. Umso wichtiger seien jetzt Initiativen zur Förderung des Absatzes und Exports von Agrargütern und Lebensmitteln.

An die deutsche Agrarpolitik gerichtet ist die Forderung nach Flankierung dieser Maß-nahmen durch ein nationales Hilfsprogramm. Es soll u.a. die Aufstockung des Bundeszuschuss zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung, ein Bürgschaftsprogramm des Bundes und - als Liquiditätshilfe - eine vorzeitige Auszahlung der EU-Direktzahlungen umfassen.

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