WLV begrüßt Reduzierung der nitratbelasteten Gebiete in NRW

12. Februar 2021

Beringmeier: „Politik ist die Kunst des Möglichen"

Münster <wlv> Die Landesregierung hat in dieser Woche die finale Karte der nitratbelasteten Gebiete in NRW veröffentlicht. Damit herrscht nach über zweijährigen kontroversen Beratungen Klarheit, auf welchem Acker- und Grünland die Landwirte künftig deutliche Einschränkungen in der Bewirtschaftung hinnehmen müssen. Die ab 1. März geltende Gebietskulisse ist im Info-Portal ELWAS-WEB feldblockscharf einsehbar und umfasst in ganz Nordrhein-Westfalen rund 11 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche (165.000 Hektar), nachdem im Jahr 2019 ursprünglich Einschränkungen auf fast 830.000 Hektar geplant waren.

In einer ersten Reaktion sagte Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV): „Die für die nitratbelasteten Flächen verhängten Bewirtschaftungsauflagen treffen viele Betriebe hart. Als persönlich betroffener Landwirt weiß ich, wovon ich spreche. Aber der Schutz des Grundwassers ist auch für unsere Bauernfamilien ein hohes Gut und wir haben als Landwirtschaft die Pflicht, unseren Beitrag zu leisten. Der in NRW gefundene Weg zur Reduzierung des Nitratproblems ist sicher nicht perfekt, aber dennoch ein gangbarer Kompromiss. Er macht die Ausweisung der belasteten Gebiete nachvollziehbar und weist vor allem einen Weg, wie es gelingen kann, belastete Gebiete möglichst schnell wieder in unbelastete Gebiete zu verwandeln. Mit der Schaffung einer Informationsstelle zur neuen Gebietskulisse hat die Landesregierung eine zentrale Forderung der Landwirtschaft umgesetzt. An weiteren Verbesserungen arbeiten wir. Politik ist die Kunst des Möglichen. Die jetzt vorliegende Regelung ist das Ergebnis eines harten, z.T. sehr harten politischen Ringens. Allen, die daran mitgewirkt haben, gilt heute mein Dank und meine Anerkennung."

 

Presse-Kontakt

Daten werden geladen …

powered by webEdition CMS