WLV warnt Schlachtunternehmen vor zurückhaltender Preispolitik

18. Februar 2022

Beringmeier: „Steigende Preise müssen zu 100 Prozent auf den Höfen ankommen!"

Münster <wlv> Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) fordert die heimischen Schlachtunternehmen unmissverständlich auf, den jüngsten Anstieg der Erzeugerpreise bei Schweinefleisch vollständig an die Tierhalter weiterzugeben. Nach Monaten desaströser Schweinepreise sieht der Verband die Trendwende am Markt erreicht, bewertet die wirtschaftliche Lage der Schweinehalter aber nach wie vor als sehr ernst.

„Der jüngste Anstieg der Erzeugerpreise um 5 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Dennoch bleibt unsere Schweinehaltung aktuell tief defizitär. Angesichts dieser sehr ernsten Situation erwarten wir von den Schlachtunternehmen, dass sie höhere Preise auch zu 100 Prozent an die Schweinhalter weitergeben, aktiv vermarkten und vor allem keine Hauspreise zahlen. Wir sehen am Beispiel des Rindermarktes, dass sich durchaus höhere Erzeugerpreise durchsetzen lassen. Das Angebot an Schweinefleisch geht spürbar zurück und die jetzt beschlossenen Lockerungen der Corona-Auflagen werden dafür sorgen, dass die Nachfrage durch Volksfeste, Sportveranstaltungen und die Gastronomie massiv steigen wird", sagte WLV-Präsident Hubertus Beringmeier heute in Münster.

In dieser Woche war der preisbestimmende nordwestdeutsche Vereinigungspreis für Schweinefleisch erstmals seit vielen Monaten wieder gestiegen – von 1,20 Euro auf 1,25 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht. Damit ist nach Ansicht des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands weiterhin keine auch nur kostendeckende Erzeugung von Schweinen möglich, aber eine Trendwende am Markt erkennbar.

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