Grünen Woche in Berlin | 19. Januar 2026

Stefanie Spiech gibt der heimischen Landwirtschaft ein Gesicht

Bildautor: Alina Grieger / Stefanie Spiech möchte auf der Grünen Woche in Berlin die Landwirtschaft durch eigene Erzählungen greifbarer machen. Ihre Erfahrung: „Die Messebesucher sind oft begeistert, eine „richtige“ Landwirtin kennenzulernen.“
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Die Gespräche mit Messebesuchern drehen sich um Tierwohl, Technik, Bürokratie, Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz.

Bielefeld /WLV (Re) Junge Landwirte und Landwirtinnen aus ganz Westfalen-Lippe sind derzeit Botschafter ihres Berufes auf der Grünen Woche. Auch Stefanie Spiech aus Bielefeld ist dabei. Sie ist Teil eines Teams mit mehr als 30 jungen Landwirten und Landwirtinnen. Ihr Anliegen: Auf der weltweit größten Messe für Ernährung und Landwirtschaft Großstädtern ihren Beruf und ihre Leidenschaft erklären. Die Messe läuft noch bis 25. Januar und feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum.

Stefanie kommt nicht von einem Bauernhof. Seit einem Hofpraktikum brennt sie für die Landwirtschaft. „Mein Beruf ist meine Leidenschaft.“ Die gelernte Landwirtin arbeitet mit Schweinen und macht zum Beispiel Trächtigkeitsuntersuchungen – also Schwangerschaftsuntersuchung - bei Sauen. Die Freude an ihrem Beruf möchte sie weitergeben.

Von Wissensparcours über Virtual Reality bis interaktiven Modellkuhstall

„In Berlin sind wir in der NRW-Halle sowohl im Bühnenprogramm als auch am Aktions- und Informationsstand aktiv“, erklärt die junge Frau. „Am Aktionsstand informieren wir spielerisch und anschaulich mittels Bauernhof-Buzzerspiel, virtuellem Modellkuhstall, Wissensparcours, oder verschiedenen Quizaktionen.

Stefanie möchte die Landwirtschaft durch eigene Erzählungen greifbarer machen. Ihre Erfahrung: „Die Messebesucher sind oft begeistert, eine „richtige“ Landwirtin kennenzulernen.“

Sie berichtet: „Die Gespräche drehen sich oft um Tierwohl, Technik, Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz und um unsere Herausforderungen.“ Aktuelle Themen wie der Bürokratiewahnsinn und die schlechte Preissituation würden ebenso angesprochen. Hier erklärt sie oft: „Die größte Herausforderung für die Landwirtschaft ist die fehlende Planungssicherheit durch die Politik.“ Sie bringt es auf den Punkt: Es brauche endlich Entscheidungen und Perspektiven, um beispielsweise den Investitionsstau auf den Höfen aufzulösen.

Kreisverbandsvorsitzender lobt Einsatz und die Tatkraft

Hermann Dedert, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, freut sich über den Einsatz und die Tatkraft. „Persönliche Einblicke aus Landwirtschaft geben, das kann keiner besser als die Menschen aus der Praxis selbst“, so Dedert.