Austausch mit SPD-Kreistagsfraktion Lippe

Auf Einladung des WLV-Kreisverbandes Lippe trafen sich am 07.05.2026 Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes um unseren Kreisverbandsvorsitzenden Dieter Hagedorn mit den Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion, angeführt von der Fraktionsvorsitzenden Ilka Kottmann, auf der Biogasanlage der Bioenergie Krentrup GmbH & Co. KG in Leopoldshöhe-Krentrup zum Austausch über aktuelle Fragen der Landwirtschaft.
Bei einer sehr anschaulichen Betriebsbesichtigung, aufgeteilt in zwei kleinere Gruppen und durch die zwei Gesellschafter Christian Reckefuß sowie Rainer Wächter geführt, zeigte sich die Funktionsweise und Konzeption zur Stromerzeugung sowie (Ab-) Wärmenutzung. Es wurde der Input von Mais, Gülle, Mist und Rüben sowie Kartoffeln, die Zersetzung durch Mikroorganismen (Bakterien als wichtigste Mitarbeiter) in einem luftdichten Fermenter zu Biogas, das in Blockheizkraftwerken zu Strom umgewandelt und die dabei entstehende Wärme mit genutzt wird, detailliert erläutert. Die Biogasanlage hat eine Leistung zur Versorgung von bis zu 1.500 Haushalten mit Strom bzw. mittels eines sog. Satelliten-BHKW eines Gartenbaubetriebes unter Glas, der auch die Abwärme nutzt. Die weitere Abwärme wird für die Wohnhäuser der Hofstelle, die Schweineställe und zur Brennholztrocknung genutzt. Es wurde insbesondere die Steuerung der Anlage nach den Tageszeiten mit den Strombedarfsspitzen am Morgen oder Abend sowie mit Blick auf den vorhandene Strom in den Netzen durch Sonne und Wind (oder nicht) mit den täglichen Auswirkungen auf die Netzstabilität und auf den Strompreis an der Strombörse in Leipzig nachvollziehbar erklärt. Auch die Ausführungen zu den betriebswirtschaftlichen Betrachtungen beeindruckte alle Zuhörer. Herzlichen Dank an Christian Reckefuß und Rainer Wächter sowie die gesamte Bioenergie Krentrup GmbH & Co. KG für die gewährten Einblicke und die vermittelten Eindrücke!
Im Anschluss wurden in lockerer Runde bei warmen Würstchen und kühlen Getränken die aktuelle, katastrophale Situation der Landwirtschaft mit Blick auf die derzeitigen Diesel- und Mineraldüngerkosten den Politikern geschildert sowie die aktuellen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft mit ihren Einschränkungen, Auflagen und Bürokratieanforderungen erörtert. Dabei ergab sich für uns die Gelegenheit, auch diesen Kreistagspolitikern unsere zwingende betriebswirtschaftliche Sicht auf die Dinge sowie unser Eigeninteresse an Boden-, Wasser- und Naturschutz und unseren Willen zu aktivem, kooperativen Boden-, Wasser- und Naturschutz darzulegen und konkrete Beispiel für einen Bürokratieabbau zu benennen.
Es werden weitere Gespräche mit weiteren Politikern und Parteien folgen.