Landwirtinnen und Landwirte tauschen sich zu Jahresbeginn aus

Agrarpolitische Perspektiven und Herausforderungen der Landwirtschaft im Fokus
Münster <WLV> Zum Jahresbeginn lädt der Landwirtschaftliche Kreisverband Münster seine Mitglieder traditionell zu den Winterversammlungen in den sechs landwirtschaftlichen Ortsverbänden ein. Rund 500 Landwirtinnen und Landwirte sind im Kreisverband organisiert. In den kommenden Tagen kommen sie zusammen, um das vergangene Jahr zu reflektieren, sich über das aktuelle Verbandsgeschehen zu informieren und die zentralen Herausforderungen der Landwirtschaft zu diskutieren.
„Die Winterversammlungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Verbandsarbeit. Sie bieten Raum für offenen Austausch, Diskussion und Meinungsbildung auf Ortsebene. Gleichzeitig spiegeln sie die große Vielfalt der Landwirtschaft im Münsteraner Stadtgebiet wider – von Tierhaltung über Ackerbau bis hin zu Sonderkulturen“, betont Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster. „Verbandspolitisch verzeichnen wir in den vergangenen Monaten mit den Regelungen zu Corona-Hilfen, Agrardiesel, Stoffstrombilanz und Düngung auf gefrorenem Boden gute Erfolge. Bei den städtischen Themen bewegen uns gegenwärtig die Neuausweisung des Naturschutzgebietes Davert, die angekündigte Gasanschlussleitung sowie die politische Ausrichtung in Münster nach der Kommunalwahl“, so Schulze Bockeloh.
Neben Berichten aus den Ortsverbänden stehen aktuelle Entwicklungen aus dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) sowie aus der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf der Tagesordnung. Thematisch beschäftigen sich die Landwirtinnen und Landwirte unter anderem mit agrarpolitischen Rahmenbedingungen nach der Bundestagswahl, der künftigen Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik, dem Mercosur-Abkommen, der anhaltend hohen Bürokratielast sowie mit den Agrarmärkten und Fragen der wirtschaftlichen Stabilität landwirtschaftlicher Betriebe. Weitere Schwerpunkte bilden aktuelle Entwicklungen in der Tierhaltung sowie das Seuchengeschehen, insbesondere die Bedrohung durch und der Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest.
