Löschwasserversorgung: Landwirte wünschen Gleichbehandlung

Innen- und Außenbereich sollen gleich behandelt werden. Im Gespräch mit Telgtes Bürgermeisterin ließen die Landwirte keinen Zwiefel an dieser Notwendigkeit.
Die Löschwasserversorgung im Außenbereich war unter anderem Thema beim Gespräch zwischen den Vertretern des landwirtschaftlichen Kreisverbandes und Katja Behrendt, Bürgermeisterin der Stadt Telgte. Der WLV setzt sich seit Jahren für die Gleichbehandlung im Innen- und Außenbereich ein.
Hintergrund: Während im Stadtgebiet Hydranten Löschwasser liefern, müssen im Außenbereich Löschteiche oder unterirdische Reservoirs angelegt werden. Die Bereitstellung von Löschwasser im Außenbereich ist bis zu einem gewissen Grad Aufgabe der Kommune. Allerdings kann die Bauaufsicht des Kreises dort, wo es keine Bebauungspläne gibt, Eigentümer verpflichten, eigene Löschwasseranlagen bereit zu stellen und die Kosten dafür selber zu tragen, sofern die öffentliche Wasserversorgung nicht ausreicht. Bei Neubauten oder Nutzungsänderungen wird dann die Löschwasserbereitstellung durch den Eigentümer zur Voraussetzung für die Erteilung der Bau- bzw. Umbaugenehmigung gemacht. Andreas Westermann, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf, Geschäftsführer Dr. Matthias Quas und Johannes Hertleif vom Ortsverband Telgte diskutierten mit Behrendt mögliche Optimierungsansätze. „Wir arbeiten aktuell im Rahmen unseres Brandschutzbedarfsplans am Löschwasserkonzept. Da lassen sich mögliche Synergien mitdenken“, sicherte die Bürgermeisterin zu.
Die Vertreter vom WLV stellten ihre Kampagne „Land auf“ vor. In dem Zusammenhang wurden auch das lückenhafte Mobilfunknetz, Pläne für einen Bürgerbus in Telgte sowie das Wirtschaftswegekonzept besprochen. Letzteses wird derzeit überarbeitet, da die Bezirksregierung die Bewilligung an Fördergelder knüpft.