Reden hilft | 24. Juli 2026

Herausforderungen rechtzeitig erkennen

Trafen sich zum regelmäßigen Austausch zwischen Landwirtschaft und Kreisverwaltung (von vorne, links nach rechts): Johanes Bühlmeyer (WLV Kreisvorstand), Fabian Menkhaus (Geschäftsführer LWK), Petra Schreier (Ordnungsdezernentin), Dr. Matthias Quas (WLV Kreisgeschäftsführer), Landrat Dr. Olaf Gericke, Karl Werring (LWK-Präsident), Andreas Westermann (WLV Kreisvorsitzender), Paul Verenkotte (WLV-Kreisvorstand), Michael Ottmann (Bau- und Umweltdezernent), Diana Rieck (Veterinäramt), Bettina Dirks ( Ordnungsamtsleiterin), Martin Terwey (Leiter des Amtes für Planung und Naturschutz), André Hackelbusch (Leiter des Amtes für Umweltschutz und Straßenbau), Sigurd Peitz (Bauamtsleiter).

Landwirtschaft pflegt den guten Austausch mit der Kreisverwaltung. Das hilft, mögliche Herausforderungen rechtzeitig zu erkennen und reagieren zu können.

Im Kreishaus begrüßte Landrat Dr. Olaf Gericke die Gäste zum jährlichen Austausch. Allgemeiner Tenor: Frühzeitig miteinander reden helfe, genügend Zeit für besondere Aspekte einzuplanen. Das gelte für die Erteilung von Baugenehmigungen oder wichtige Absprachen zur Vorbeugung möglicher Seuchenfälle. Beim traditionellen Austausch zwischen Landwirtschaft und Kreisverwaltung bestätigte sich erneut die gute Zusammenarbeit.

Immer höhere Anforderungen erschweren nach Ansicht des Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Andreas Westermann, die Durchführung von Veranstaltungen. Für Brauchtumspflege und Zusammenhalt in ländlichen Gebieten mache sich bemerkbar, wenn traditionelle Feste nicht mehr gefeiert werden könnten. Bauamtsleiter Sigurd Peitz berichtete, dass bestimmte Veranstaltungen baurechtlich nicht mehr genehmigungspflichtig seien. Hier trage jedoch der Veranstalter die alleinige Verantwortung. Jährlich wiederkehrende Feste, deren Modalitäten sich nicht ändern, sollten durch die örtlichen Ordnungsämter leichter genehmigt werden können, schlugen die Landwirte vor.

Mit Blick auf die sehr unterschiedliche Versorgung mit Mobilfunk im Kreisgebiet verwies Andreas Westermann auf die Kampagne LAND AUF., die von den landwirtschaftlichen Organisationen im Kreis zu Jahresbeginn gestartet worden ist, um den ländlichen Raum zu fördern: „Wir können bei der Standortsuche für Mobilfunkmasten gerne behilflich sein“, nannte der Kreisverbandsvorsitzende ein Beispiel. Nach Auskunft von Bau -und Umweltdezernent Michael Ottmann gelte es, die Mobilfunkanbieter für ein breites Engagement zu gewinnen. „Bis zum Jahr 2030 sollen 99,5 % des Bundesgebietes mit Mobilfunk versorgt sein. Aber es gibt bisher keine verpflichtenden Zwischenziele der Anbieter, so dass eine Kontrolle für den Kreis schwierig ist. Eine eigene Mobilfunkmessung soll den Status im Kreis aufklären“, so Ottmann. „Das Heimatministerium hat Anfang Juni in einem Runderlass verkündet, dass auf dem Gebiet der Telekommunikation im Außenbereich und im städtischen Bereich gleichwertige Lebensverhältnisse gefördert werden zur Wahrung der Nutzer- und insbesondere Verbraucherinteressen“, so Westermann.

Gute Zusammenarbeit praktizieren Kreisverwaltung und Landwirtschaft unter anderem im Bereich der Seuchenbekämpfung. Ordnungsdezernentin Petra Schreier verwies auf die erfolgreiche „Arbeitsgemeinschaft ASP“ (Afrikanische Schweinepest) und erinnerte an das ASP-Früherkennungsprogramm.