Netzausbau | 3. Juni 2026

Amprion informiert zu Stromleitungsvorhaben durch Herbern

Das auf einer Länge von 84 Kilometern als Freileitung geplante Projektvorhaben Nr. 89 betrifft den Kreis Coesfeld auf Gebiet der Gemeinde Ascheberg. Bildquelle: Screenshot amprion.de

Bürgerinfomarkt am 9. Juni in Ascheberg zu geplanter Freileitung Westerkappeln–Gersteinwerk. WLV begleitet Genehmigungsverfahren kritisch konstruktiv

Ein neues Stromleitungsbauvorhaben betrifft auch den Kreis Coesfeld mit der Gemeinde Ascheberg. Netzbetreiber Amprion plant im Verlauf hier den Bau und Betrieb einer neuen 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung zwischen den bestehenden Schalt- und Umspannanlagen in Westerkappeln (Kreis Steinfurt) sowie Gersteinwerk (Kreis Unna). Der WLV-Kreisverband begleitet auch dieses Leitungsvorhaben im Interesse seiner Mitglieder kritisch-konstruktiv. Bei konkreten Rückfragen können sich Betroffene Eigentümer und Bewirtschafter an die Kreisgeschäftsstelle wenden.

Amprion hat nach eigenen Angaben die betroffenen Grundeigentümer in den vergangenen Tagen angeschrieben und auf den Stand des Planungsprozesses und die Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten hingewiesen.

Amprion informiert über Bürgerinfomärkte

Als nächsten Schritt lädt der Vorhabenträger zu sogenannten Bürgerinfomärkten ein. Diese sollen Amprion zufolge dazu dienen, die Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand zu informieren und offene Fragen zu den weiteren Schritten zu beantworten.

Dienstag, 09.06.2026, 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr:

Pfarrheim St. Lambertus Ascheberg

Lambertus-Kirchplatz 4, 59387 Ascheberg

Mittwoch, 10.06.2026, 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr:

Rinkeroder Hof

Alte Dorfstraße 4, 48317 Drensteinfurt

Donnerstag, 11.06.2026, 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr:

Hof Schulze Blasum

Blasum 1, 59368 Werne

WLV Bild
Amprion lädt Betroffene zu Bürgerinfomärkten ein, unter anderem am 9. Juni in Ascheberg. Bildquelle: amprion.de
Geplante Stromtrasse Westerkappeln – Gersteinwerk

Das auf einer Länge von 84 Kilometern als Freileitung geplante Projekt ist seit Mitte 2022 gesetzlich als Vorhaben Nr. 89 im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) verankert. Ziel ist es laut Bundesnetzagentur, die Übertragungskapazität innerhalb Nordrhein-Westfalens auch mit Blick auf die steigenden Strom­flüsse zu verstärken. Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat den gesetzlichen Auftrag erhalten, dieses Netzausbauprojekt zu planen und umzusetzen und die Leitung anschließend zu betreiben. Zuständige Genehmigungsbehörde ist die Bezirksregierung Münster, die im letzten Jahr ihre gutachterliche Stellungnahme zur Raumverträglichkeit veröffentlicht hat. Die rechtsverbindliche Festlegung der Trasse findet im nun begonnenen Planfeststellungsverfahren bzw. im Zulassungsverfahren statt.

 Die Inbetriebnahme ist laut Amprion-Projektseite für 2034 vorgesehen.

Den geplanten Leitungskorridor können Interessierte auf der Projekthomepage einsehen.

Themenseite des Kreisverbandes Coesfeld zu aktuellen Leitungsbau-Vorhaben