Einladung | 18. Mai 2026

Unkräuter ohne Bodenbearbeitung klein halten?

Um das Thema „Reduzierte Bodenbearbeitung im Ökolandbau“ geht es am Mittwoch in Havixbeck. Foto: HumusKlimaNetz

Praktiker-Feldtag auf dem Hof Kückmann in Havixbeck am 27. Mai / Veranstaltung im Rahmen des Modellvorhabens HumusKlimaNetz

Wie sorge ich als Landwirt dafür, dass sich meine auf dem Acker ausgesäten Kulturpflanzen in der Konkurrenz gegen Unkräuter durchsetzen, wenn ich auf Pflanzenschutz- und Bodenbearbeitungsmaßnahmen weitestgehend verzichten möchte? Um diese Frage geht es am Mittwochnachmittag (27. Mai 2026) bei einem Feldtag in Havixbeck. Auf dem Biobetrieb von WLV-Kreisvorstandsmitglied André Kückmann geht es von 13.45 – 17.30 Uhr ganz praktisch darum, welche Maschinen sich für reduzierte Bearbeitungsstrategien anbieten. Veranstalter der kostenlos angebotenen Praktiker-Fortbildung ist das HumusKlimaNetz, ein bundesweites Modellvorhaben zum nachhaltigen Ackerbau. Teilnehmen können sowohl biologisch- wie auch konventionell wirtschaftende Betriebe.

Welche Inhalte bietet der Feldtag in Havixbeck?

Systeme, die gänzlich ohne Bodenbearbeitung auskommen, sind rar und in erster Linie nur in Kombination mit Totalherbiziden im konventionellen Ackerbau darstellbar. Im Ökolandbau kommt der Bodenbearbeitung weiterhin eine Schlüsselrolle zur Regulierung der Begleitflora zu.

Doch was ist möglich, wenn man als Biobetrieb eine möglichst geringe Bearbeitungsintensität wählen möchte? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Feldtags. Der Havixbecker WLV-Ortsverbandsvorsitzende André Kückmann hat viele seiner Flächen schon langjährig konservierend in Bewirtschaftung. Was früher noch konventionell begann, setzte er seit der Umstellung ökologisch fort. Welche Erfahrungen er mit der reduzierten Bodenbearbeitung gesammelt hat und welche Ansätze er aktuell weiterentwickelt, sind Thema des Feldtags.

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WLV-Kreisvorstandsmitglied André Kückmann hat sich 2018 entschieden, den Betrieb in der Havixbecker Bauerschaft Natrup auf ökologische Wirtschaftsweise umzustellen. Foto: Stephan Wolfert, WLV

Wie läuft Praktikertag ab?

Welche Maschinen sich für diese Ziele anbieten, wird am Beispiel von zwei Flachgrubbern, einem Schälpflug und einer Direktsaat-/Mulchsaat-Sämaschine aufgezeigt, heißt es in der Ankündigung des HumusKlimaNetz. Abgerundet wird das Programm mit einer Feldbegehung in Hofnähe. Auf der Fläche wurde im letzten Sommer eine Sommerzwischenfrucht ausgesät, welche zur Herbstaussaat unterschiedlich intensiv bearbeitet wurde. Im Extrem hat der Betrieb den Ansatz des „Planting Green“ kleinräumig umgesetzt – keine Bodenbearbeitung, nur Saat. Auf der restlichen Fläche wurden verschiedene Zerkleinerungsschritte und Bodenbearbeitungsschritte vor der Saat angewendet. Wir sprechen den Boden an einem Bodenprofil an und führen gemeinsam eine Spatendiagnose durch.

Was kostet mich die Teilnahme?
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Wo findet die Veranstaltung statt?

Sandsteinhof Kückmann. Natrup 20, 48329, Havixbeck, Nordrhein-Westfalen,

Wie kann ich mich anmelden?

Aus Planungsgründen bitten die Organisatoren um Anmeldung bis zum 25. Mai 2026. Hier geht es zum Anmeldeformular mit weiteren Informationen rund um die Veranstaltung.

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Was ist das HumusKlimaNetz?

Das HumusKlimaNetz ist ein Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Humusaufbau in Ackerböden. Bis zunächst Ende 2027 werden bundesweit auf 150 Betrieben – je zur Hälfte ökologisch und zur Hälfte konventionell wirtschaftend – Maßnahmen zum Humusaufbau und -erhalt als Beitrag zum Klimaschutz erprobt und in die Breite getragen. Aus dem Kreis Coesfeld nehmen André Kückmann (biologisch wirtschaftender Betrieb aus Havixbeck) und Andre Rensmann (konventionell wirtschaftender Betrieb aus Coesfeld) am Netzwerk teil.

Die Gesamtkoordination für das Vorhaben verantworten der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Deutsche Bauernverband (DBV). Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Thünen-Institut. Das HumusKlimaNetz wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert, Projektträgerin ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR).