Erdmandelgras auf dem Vormarsch

Pressetermin in Dülmen zeigt die Schwierigkeiten im Umgang mit dem invasiven Ungras. Appell von WLV-Vizepräsident Uckelmann: „Jetzt ist die Zeit zu handeln!"
Erdmandelgras (Cyperus esculentus) sieht auf den ersten Blick unscheinbar aus, ist aber ein invasives Problem-Ungras für die landwirtschaftliche und gartenbauliche Produktion. Bei Befall einer Fläche entzieht es den angebauten Nutzpflanzen wertvolles Wasser, Nährstoffe und auch Licht. Erdmandelgras breitet sich auch in Nordrhein-Westfalen zunehmend aus und entwickelt sich zu einer ernsthaften Herausforderung für die Landwirtschaft. Besonders gefährdet sind Feldfrüchte mit intensiver Bodenbearbeitung, darunter Kartoffeln, Zuckerrüben, Möhren und Zwiebeln.
Welche Maßnahmen zur Eindämmung und Prävention zur Verfügung stehen und wie betroffene Betriebe reagieren müssen, stellten Ministerin Silke Gorißen und Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, gemeinsam mit dem Präsidenten des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands e.V., Erich Gussen, und dem Vize-Präsidenten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands e.V., Michael Uckelmann, bei einem Vor-Ort-Termin auf einem Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer im westfälischen Dülmen vor. An dem Termin nahmen neben Ackerbau-Fachberatern der Landwirtschaftskammer NRW auch der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Wilhelm Korth aus Coesfeld teil.
Ministerin Silke Gorißen: „Beim invasiven Erdmandelgras gilt: Früherkennung und konsequente Maschinenhygiene sind die wirksamsten Maßnahmen“, so Ministerin Gorißen. „Noch stehen wir an einem Punkt, an dem wir durch frühes Erkennen und konsequentes Handeln größere Schäden in der Landwirtschaft begrenzen können. Genau deshalb ist es so wichtig, dass wir vor den Gefahren von Erdmandelgras für unsere hochwertige landwirtschaftliche Produktion warnen und Schutzmaßnahmen vorstellen. So können wir gemeinsam dafür sorgen, dass Erdmandelgras in Nordrhein-Westfalen eingedämmt wird.“

