29. Januar 2026

Kreisverbandsausschusssitzung des Landw. Kreisverbandes HSK

mit Landrat Herrn Thomas Grosche

Am 26.01.2026 fand die Kreisverbandsausschusssitzung statt. Unser neuer Landrat Herr Grosche stellte sich den Delegierten der Kreisverbandsausschusssitzung und den eingeladenen Ortslandwirten vor. Er berichtete über seine Ideen zur ländlichen Entwicklung. Er bot an, gemeinsame Ideen mit den berufsständischen Vertretungen von WLV und WBV zu entwickeln, wie Ersatzgelder aus Windkraftanlagen Verwendung finden können. Würden die Ersatzgelder nicht abgerufen, dann fallen die Ersatzgelder an das Land. Es war einstimmige Meinung in der Versammlung, dass die Ersatzgelder in der Region verwendet werden sollen. Nach der nächsten Gremiensitzung des WBV werden beide Verbände gemeinsam mit dem HSK über die Verwendung der Ersatzgelder sprechen und die Ideen zur Verwendung mit übergeordneten Stellen (Bezirksregierung / Land NRW) anstimmen.

Landrat Thomas Grosche sprach ein laufendes Vertragsverletzungsverfahren der EU gegenüber Deutschland an. Demzufolge müssten in Vogelschutzgebieten/ FFH-Gebieten mehr Grundstücke als bisher als Naturschutzgebiete ausgewiesen werden. Das könnte dazu führen, dass abweichend von der örtlichen Landschaftsplanung gerade in den betroffenen Regionen (z.B. Medebach / Hallenberg) Verschärfungen im Naturschutzrecht zu befürchten sind. Der Vorsitzende Wilhelm Kühn warnte eindringlich davor, dass Eigentümer, die auf bestehendes Recht der Landschaftspläne vertrauen, ihren Glauben an Rechtsstaatlichkeit verlieren könnten, wenn es zu weiteren von oben diktierten Naturschutzgebietsausweisungen außerhalb der Landschaftsplanung kommt.

Der weitere Referent des Abends, Herr Dr. Jörn Krämer (Umweltreferent des WLV e.V.) führte die Ideen des WLV zu einem Mittelgebirgsprogramm aus. Einige Delegierte des Kreisverbandausschusses forderten eine stärkere Grünlandförderung als bisher, ggf. auch die Anknüpfung der Förderung an einen Viehbestand. Im Rahmen der GAP werden bekanntlich neue Festsetzungen für die Verteilung von Beihilfen getroffen. Weiterer Diskussionspunkt der Ausführungen des Herrn Dr. Krämer waren das jüngst vereinbarte Mercosur-Abkommen und die Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft. Insbesondere die ungleichen Wettbewerbsbedingungen in Südamerika (dort kein Waldschutz) im Verhältnis zu unserer Region führen zu Unmut der Landwirte.