Nachlese: Winterversammlung Brilon

Erstmalig fand die Winterversammlung des Stadtverbandes Brilon im Dorfgemeinschaftshaus Thülen statt.
Der Stadtverbandsvorsitzende Markus Frigger freute sich über einen starken Besuch der Briloner Mitglieder.
Der Bürgermeister Dr. Bartsch hielt einen Vortrag zum Flächenverbrauch. Er gab bekannt, dass zwischenzeitlich 72 Windkraftanlagen im Stadtgebiet gebaut werden und schon vorhanden sind. Die Akzeptanzabgabe soll in Brilon zunächst zentral verwaltet werden und nicht an einzelne Grundbesitzer ausgeschüttet werden. Vielmehr sei geplant, die besonders betroffenen Dörfer mit der Akzeptanzabgabe (0,2 ct / kWh) zu unterstützen. Dr. Bartsch erwähnte, dass beim HSK rund 3,5 Mio. Euro Ersatzgelder hinterlegt sind. Diese sollten vor Ort abgerufen werden.
Der stellv. Kreisverbandsvorsitzende Christian Otto appellierte an Dr. Bartsch, dass Know-how des WLV zu nutzen und gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um Ersatzgelder in der Region zu verwenden. Kreisgeschäftsführer Karsten Drews-Kreilman sicherte dem Bürgermeister zu, Vorschläge für die Verwendung von Ersatzgeldern zu liefern. Eine entsprechende Liste mit Vorschlägen wurde in der Kreisgeschäftsstelle erarbeitet.
Vom Naturpark Diemelsee hielt der Geschäftsführer Herr Wrede einen Vortrag. In Marsberg wie auch in Brilon soll ein Biotopverbund entstehen. Hierfür werden in beiden Stadtgebieten „nur“ rund 60 ha Fläche benötigt, die allerdings nicht zu Eigentum erworben werden sollen. Die Flächen sind zumeist kommunale Flächen an Gewässern (z.T. auch Waldgebiete). Bei den landwirtschaftlichen Nutzflächen handelt es sich meist um vernässte Bereiche oder Bereiche die derzeit noch mit Fichte bestockt sind. Ggf. wird sogar neue landwirtschaftliche Nutzfläche infolge der Umsiedlung der Maßnahmen entstehen, so Herr Wrede.