21. November 2025

Nachlese: Winterversammlung Eslohe

Nur 8 Tage nach seinem Amtsantritt stellte sich der neue Bürgermeister den Esloher Land- und Forstwirten vor. Er hielt eine Präsentation zum Thema Windkraftanlagen im Gemeindegebiet Eslohe. Rund 4,7% der Gemeindefläche seien für Windkraftanlagen, sogenannte Windenergiebereiche, vorgesehen. In Eslohe gibt es einen Grundsatzbeschluss, dass grundsätzlich nur im Bereich der Festsetzungen des Regionalplanes Windkraftanlagen gebaut werden dürfen. Eine Ausnahme gibt es, wenn das Allgemeinwohl betroffen ist. So konnte die Firma Ketten Wulf eine WKA auf eigenem Grundstück mit eigener Infrastruktur zwecks 100%-iger Nutzung des dort gewonnenen Stroms, außerhalb der Regionalplan- Windenergiebereiche, bauen. Jetziger Planungsstand sei, dass für 20 WKA außerhalb der Windenergiebereiche Anträge gestellt worden sind. Wahrscheinlich werden diese Bauvorhaben nicht realisiert.

Die Gemeinde Eslohe ist Vorreiter in Sachen Akzeptanzabgabe! In Eslohe wird folgendes System gefahren: Die Akzeptanzabgabe wird zu 80% auf Einwohner nahe an WKA verteilt, 20% verbleiben bei der Gemeinde Eslohe. Die 80% für Einwohner im Nahbereich von WKA führt in der Spitze dazu, dass in einem Radius von 1.000 Meter um die WKA bis zu 800,00€ pro Einwohner und Jahr als Akzeptanzabgabe gezahlt werden können. In einem weiteren Radius von 1.500 Metern werden dann nochmal maximal weitere 150,00€ pro Einwohner und Jahr gezahlt.

Auf Nachfrage räumte Herr Bürgermeister Hönninger ein, dass von der Akzeptanzabgabe diejenigen Personen ausgeschlossen werden, die sich an der WKA-Betreibergesellschaft beteiligen oder Grundstückseigentümer im Windparkgebiet sind. Die Familienangehörigen derartiger Gesellschafter oder Eigentümer erhalten die Akzeptanzabgabe gar nicht. Kreisgeschäftsführer Karsten Drews-Kreilman wandte ein, dass hier Personen von der Akzeptanzabgabe ausgeschlossen werden, die selber als natürliche Personen nicht unmittelbar von Windkraft profitieren.

Zur Freiflächen PV teilte der Bürgermeister mit, dass derzeit keine Bauvorhaben von Freiflächen-PV-Anlagen geplant seien, Ausnahme: Eine ca. 2,5 ha große Agri-PV-Anlage in Kückelheim.

Der stellv. Kreisverbandsvorsitzende Christian Otto überreichte Stefan Fuchte ein Präsent und gratulierte ihm zur Auszeichnung beim CERES AWARD 2025 als bester Rinderhalter des Jahres in ganz Deutschland.

Unter dem Punkt Verschiedenes bat der Vorsitzende Tobias Vornweg um Diskussionsbeiträge. Es wurde über die ASP diskutiert und über Abwehrmöglichkeiten. In einigen Regionen im Gebiet Eslohe ist der Wildschadensdruck durch Schwarzwild sehr groß, in anderen Bereichen so gut wie nicht vorhanden. Während einige Teilnehmer Drückjagden als Präventivmaßnahme sehen, sprachen sich andere gegen Drückjagden aus.