Nachlese: Winterversammlung Olsberg/ Winterberg
Hauptredner der diesjährigen Winterversammlung der Landwirtschaftlichen Stadtverbände Olsberg und Winterberg war Herr Bürgermeister Beckmann (Stadt Winterberg). Der Bürgermeister von Olsberg Herr Potthoff ließ sich entschuldigen.
Bürgermeister Beckmann dankte den Landwirten und dem Landwirtschaftlichen Kreisverband für die sehr gute Zusammenarbeit im Stadtgebiet. Er erinnerte daran, dass es der gemeinsamen Initiative des Landwirtschaftlichen Kreisverbands und der drei betroffenen Kommunen (Medebach, Hallenberg, Winterberg) zu verdanken sei, dass es nicht zu einem Naturschutzgroßprojekt im südlichen HSK gekommen ist. Die Stadt Winterberg strebt im Bereich WKA den Eigenbetrieb von Windparks an. Bürgermeister Beckmann ergänzt, dass in einigen Bereichen allerdings (Grönebach, Hildfeld, Altenfeld) Initiativen von Projektierern laufen, an denen die Stadt Winterberg nicht beteiligt ist. Skeptisch sieht Bürgermeister Beckmann die Etablierung von Freiflächen-PV-Anlagen. Gleichwohl habe die Stadt Winterberg hierzu eine Initiative gestartet. So seien zunächst Potentialflächen ermittelt und dann die Eigentümer angeschrieben worden. Außerdem seien Gespräche mit Vertretern des WLV im Landwirtschaftlichen Stadtverband gelaufen. Resümee der Gespräche sei nunmehr ein Bauleitverfahren, dass im Einvernehmen mit den betroffenen Orten durchgeführt werden soll. Zwischenzeitlich überlagert allerdings die Regionalplanung das Bauleitverfahren, sodass nach seiner Einschätzung von 3 Potentialflächen vielleicht eine einzige Potentialfläche für Freiflächen-PV in Betracht komme. Bürgermeister Beckmann stimmt der Auffassung des WLV überein, dass die Ersatzgelder aus WKA örtlich für entsprechende Projekte Verwendung finden sollen. Er bedankt sich beim Landwirtschaftlichen Kreisverband dafür, dass hier gemeinsam ein Versuch unternommen werden soll, konkrete Maßnahmen insbesondere an Waldstandorten dem HSK vorzuschlagen, damit die entsprechenden Ersatzgelder abgerufen werden können. In keinem Fall möchte er, dass die Ersatzgelder für den Ankauf landwirtschaftlicher Nutzflächen Verwendung finden. Zur Akzeptanzabgabe trägt Bürgermeister Beckmann vor, dass das Geld in eine Stiftung fließen soll, um Zukunftsprojekte zu fördern. Er rechnet mit ca. 30 – 40 Tausend Euro pro Jahr und Windkraftanlage, sodass die zukünftige Stiftung finanziell gut ausgestattet werden könnte. Eine weitere Aufgabe im Stadtgebiet sieht er darin, dass momentan viele Initiativen laufen, Großbatteriespeicherwerke zu etablieren.