Herbsternte im Kreis Soest läuft | 11. September 2026

Mais und Kartoffeln werden bereits geerntet, Zuckerrüben starten

Der Herbst ist die Zeit für Ernte und Aussaat, wie hier das Roden der Zuckerrüben und die Aussaat für das kommende Jahr.
Bild herunterladen

Zuckerrüben starten jetzt in die Kampagne, Mais wird bereits geerntet, Kartoffeln werden gerodet,

Kreis Soest (wlv). Auf den Feldern im Kreis Soest geht die Ernte weiter. Während bei Mais und Kartoffeln bereits die Erntemaschinen unterwegs sind, beginnt nun auch die Zuckerrübenernte. Gleichzeitig werden Möhren, Zwiebeln, Kürbisse und verschiedene Kohlarten geerntet. Auf anderen Flächen läuft bereits die Aussaat für die Ernte im kommenden Jahr.

„Die warme und trockene Witterung in diesem Sommer hat die Entwicklung der Kulturen beschleunigt. Allerdings haben die Niederschläge Ende August die trockenen Böden nicht überall gleichermaßen erreicht“, erklärt Josef Lehmenkühler, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest.

Zuckerrüben: Kampagne startet am 14. September

Bei den Zuckerrüben geht es jetzt los. Ab dem 14. September werden die ersten Rüben zur Zuckerfabrik gebracht, damit beginnt die diesjährige Kampagne. Die Rüben stehen seit dem Frühjahr auf den Feldern und haben über den Sommer mit Hilfe des Sonnenlichts Zucker gebildet, der in den Rüben eingelagert wird.

„Durch den warmen und sonnigen Sommer haben die Zuckerrüben gute Bedingungen für die Zuckerbildung gehabt, wenn auch das Wasser für das Größenwachstum knapp war. Jetzt werden die ersten Flächen gerodet. Für eine abschließende Einschätzung zu Ertrag und Zuckergehalt ist es aber noch zu früh“, erklärt Josef Lehmenkühler, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest.

Die Rübenernte zieht sich über mehrere Wochen. Während die Rüben vom Feld zur Zuckerfabrik gebracht werden, laufen dort Verarbeitung und Zuckergewinnung kontinuierlich weiter.

Kartoffeln: Ernte fällt knapper aus

Bei den Kartoffeln ist die Ernte im Gange. „Geerntet werden die Kartoffeln zwar schon seit Ende Juni, das waren aber die Frühkartoffeln und die mittelfrühen Sorten, die aufgrund geringerer Schalenfestigkeit und damit kurzer Haltbarkeit nur für den aktuellen Bedarf gerodet wurden,“ sagt Lehmenkühler. Ab September würde nun die große Menge der Kartoffeln und zwar die späten Kartoffelsorten für die Einlagerung und die Verarbeitung geerntet.
Nach Einschätzung der heimischen Landwirte fällt die Kartoffelernte in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit knapper aus als im vergangenen Jahr. Auch hier zeigen sich je nach Standort und Niederschlagsmenge Unterschiede.

Mais ist in diesem Jahr früh dran

Auch die Maisernte hat begonnen. Zuerst steht der Silomais an, der als Futter für die Tiere oder für die Nutzung in Biogasanlagen genutzt wird. Je nach Standort und Reifegrad sind die Erntetermine unterschiedlich.

„Beim Mais sind wir in diesem Jahr vergleichsweise früh dran. Die Hitze und Trockenheit haben die Entwicklung beschleunigt. Teilweise hat der Mais deutlich unter der Trockenheit gelitten“, erläutert Lehmenkühler.

Regen brachte Entspannung – aber nicht überall

Die Witterung hat die Ernte in diesem Jahr besonders geprägt. Nach einem trockenen und heißen Sommer brachte der Regen um den 20. August vielerorts eine deutliche Entspannung. Allerdings waren die Niederschlagsmengen im Kreis Soest sehr unterschiedlich.

„Der August-Regen hat den Kulturen und Böden gutgetan, aber wir hatten teilweise große Unterschiede bei den Niederschlagsmengen. Deshalb ist auch die Situation auf den Feldern von Region zu Region sehr unterschiedlich“, berichtet Lehmenkühler.

Kreis Soest kommt vielfach mit einem blauen Auge davon

Trotz der schwierigen Witterung fällt die Situation im Kreis Soest im Vergleich zu manchen anderen Regionen Deutschlands vielfach noch vergleichsweise glimpflich aus. In Teilen Süddeutschlands sind die Folgen der langen Trockenheit dagegen deutlich dramatischer: „Dort gibt es bei einzelnen Kulturen und auf bestimmten Standorten teilweise massive Ertragseinbußen bis hin zu Totalausfällen“, sagt Lehmenkühler.

„Wir kommen hier im Kreis Soest vielfach noch mit einem blauen Auge davon. Das heißt aber nicht, dass die Ernte überall gut ist. Wir sehen auch bei uns Unterschiede von Feld zu Feld und bei einzelnen Kulturen deutliche Einbußen. Wenn man allerdings schaut, wie dramatisch die Situation teilweise in Süddeutschland oder anderen Regionen ist, müssen wir hier schon sagen: Es hätte uns deutlich schlimmer treffen können“, ordnet Lehmenkühler die Situation ein.

Ernten und säen gleichzeitig

Neben Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben werden derzeit auch viele Gemüsearten wie Möhren, Zwiebeln, Kürbisse und verschiedene Kohlarten geerntet. Auch Äpfel, Birnen und weitere Früchte sind jetzt reif.

Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die nächste Ernte: Raps und Zwischenfrüchte sind bereits vielerorts ausgesät, das Wintergetreide folgt in den kommenden Wochen. Damit laufen Ernte, Bodenbearbeitung und Aussaat auf den Höfen teilweise gleichzeitig.

 

Pressekontakt:

Petra Drees-Hagen
Tel.
02303/25310-36

E-Mail schreiben
Petra Drees-Hagen

Regionale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kreise Soest | Ruhr-Lippe | Ennepe-Ruhr/Hagen