KV Aktuell Nr. 09/2026 | 3. September 2026

Shamonda-Virus breitet sich weiter aus

Die neu eingeschleppte europäische Variante des Shamonda-Virus (Shamonda-Virus /DE/2026) breitet sich bei Rindern in Deutschland weiter aus.

Leider ist nach Auskunft des Veterinäramtes Lippe der Nachweis des Shamonda-Virus nun auch im Kreis Lippe in einer Milchviehherde erfolgt.

Informationen zum klinischen Bild und entsprechende Handlungsempfehlungen finden Sie kurz zusammengefasst als Merkblatt des FLI im Anhang.

Untersuchungen von Blutproben können im CVUA OWL erfolgen, diese sind jedoch kostenpflichtig und gehen zulasten des Tierhalters. Es werden 25 € für die erste und 15 € für alle weiteren Proben berechnet. Einzuschicken sind EDTA-Blutproben (die übliche Röhrchen für das CVUA mit Strichcode). Die Untersuchungsanforderung ist auf dem HIT-Untersuchungsantrag händisch im Bemerkungsfeld einzutragen. Das Ergebnis wird dem einsendenden Tierarzt als Befund mitgeteilt. In der HIT-Datenbank ist es aktuell noch nicht einsehbar.

 In Rinderproben aus NRW, Niedersachsen, Hessen und Thüringen wurde eine weitere mit dem Shamonda-Virus verwandte Variante mittels Genomanalyse nachgewiesen. Das Virus gehört immer noch zur Spezies Orthobunyavirus Schmallenbergense der Simbu-Serogruppe und ist mit dem ursprünglich in Afrika und Japan beschriebenen Shamonda-Virus verwandt, zeigt aber eindeutige Unterschiede zur zuerst in der Schweiz, Frankreich und Süddeutschland nachgewiesenen Variante Shamonda-Virus/DE/2026. Zur einfacheren Unterscheidung werden sie nun als Shamonda-Virus Europe 1 (SHAV-EU1) für die erste Variante und Shamonda-Virus Europa 2 (SHAV-EU2) für die zweite Variante bezeichnet.

Bisher liegen noch keine Informationen zu neuen Untersuchungsmodalitäten im CVUA vor.

Folgend der Link zur Pressemitteilung des Friedrich-Löffler-Instituts:

https://www.fli.de/de/presse/pressemitteilungen/presse-einzelansicht/shamonda-virus/

Veterinärrechtliche Regelungen hinsichtlich der Bekämpfung in betroffenen Betrieben bestehen aktuell nicht.

Für Rückfragen wenden Sie sich an das Veterinäramt Lippe:

Dr. Kristin Hötger, Kreis Lippe; Telefon:  05231 62-2230, Mail: k.hoetger@kreis-lippe.de

Merkblatt des Friedrich-Löffler-Instituts

03.09.2026
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