Iran-Krieg | 14. April 2026

Hohe Diesel und Düngerpreise belasten die Bauern

Auch die heimischen Landwirte spüren die Auswirkungen des Iran-Kriegs. So führen die hohen Dieselpreise mitten in der Frühjahrszeit zu erheblichen Mehrkosten. Derzeit laufen viele Arbeiten wie Bodenbearbeitung, Aussaaten und Pflegearbeiten auf den Äckern und Wiesen.
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Temporäre Senkung der Energiesteuer auf Diesel ein richtiger Schritt, reicht aber nicht

Der Iran-Krieg geht in seine sechste Woche und mit ihm die faktische Sperrung der wichtigen Passage durch die Straße von Hormus. Die Folgen sind auch auf den Höfen deutlich spürbar. „Vor allem die stark gestiegenen Preise für Diesel und für Düngemittel mitten in der Frühjahrszeit führen zu erheblichen Mehrkosten“, erläutert der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Minden-Lübbecke Joachim Schmedt.

Der Vorsitzender begrüßt zwar die aktuelle Entscheidung der Koalition, die Energiesteuer zeitweise auf Diesel und Benzin zu senken. Das reiche nicht, es brauche weitere Erleichterungen: „Bei den Düngemitteln, insbesondere beim notwendigen Stickstoffdünger brauchen wir dringend preissenkende Maßnahmen.“ Eine zeitweise Aussetzung des CO₂-Grenzausgleichs für Dünger und eine Preisbeobachtung für Düngemittel seien erforderlich.“

Derzeit laufen viele Frühjahrsarbeiten auf den Feldern und Wiesen.

Arbeiten wie Bodenbearbeitung, Aussaaten und Pflegearbeiten auf den Äckern und Wiesen sind zu erledigen. „Gerade jetzt im Frühjahr treffen uns die stark gestiegenen Preise für Diesel und Mineraldünger besonders hart“, bekräftigt Schmedt. „Bei wichtigen Düngemitteln haben wir teils Preissteigerungen von bis zu 80 Prozent.“ Gleichzeitig seien die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise in vielen Bereichen niedrig. Die Sorgen der Landwirte sind groß, wie es bis zur Ernte weitergeht.

„Gerade jetzt im Frühjahr brauchen unsere Kulturen - Getreide, Raps, Zuckerrüben, Mais und das Grünland - ausreichend Nährstoffe, damit Qualität und Ertrag stimmen“, schildert Schmedt Und für viele Höfe bleibe Mineraldünger unverzichtbar, weil mit der rückläufigen Tierhaltung auch weniger organische Dünger wie Mist und Gülle zur Verfügung stünden.

Die Bauernfamilien stehen unter erheblichem Kostendruck.

Besonders problematisch ist, dass die Kosten steigen, während die Erzeugerpreise niedrig bleiben. „Die Preise für Dünger und Kraftstoff sind historisch hoch, gleichzeitig bekommen wir für unsere Erzeugnisse fast in allen Bereichen zu wenig“, berichtet der Vorsitzende. Damit steigt der wirtschaftliche Druck für die Bauernfamilien weiter an. Die zeitweise Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin sei ein richtiger Schritt, reiche nicht aus, verdeutlicht Schmedt. „Wir brauchen auch bei Düngemitteln dringend Maßnahmen, die die Preise senken, vor allem beim Stickstoffdünger. Deshalb fordert der Berufsstand eine vorübergehende Aussetzung des CO₂-Grenzausgleichs für Dünger und eine genaue Preisbeobachtung am Düngemittelmarkt.“ Es gehe bei einer Preisbeobachtungsstelle um mehr Transparenz bei der Preisentwicklung von Düngemitteln und darum, mögliche Fehlentwicklungen im Markt früh zu erkennen.