Treffen auf dem Hof Topp Brinkmann

Zwischen Drohnen und australischen Erlebnissen
Young Farmers unter sich
Saerbeck. Um den Nachwuchs muss sich der Landwirtschaftliche Ortsverband Saerbeck (LOV) keine Sorgen machen. Wenn der LOV zu einem Abend für „Young Farmers“ einlädt, lassen sich landwirtschaftlich interessierte junge aus dem Dorf und den Bauerschaften nicht lange bitten. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr auf dem Hof Linderskamp, kamen jetzt über 50 Junglandwirte und solche, die es vielleicht werden wollen, auf dem Hof Topp Brinkmann zusammen.
„Der LOV hat sehr spannende Themen ausgesucht“, finden David und Elias. Sie sind das erste Mal zum Young-Farmers-Treffen gekommen und freuen sich besonders auf die Vorführung der Drohne zur Kitzrettung. Neben ihnen steht Florian, er konnte aus zeitlichen Gründen beim letzten Treffen nicht dabei sein. „Da musste ich für die Prüfung lernen“, erinnert er sich noch gut und ist schon gespannt auf den Reisebericht von zwei jungen Landwirten über ihren Aufenthalt in Australien.
„Toll, dass wieder so viel Interesse da ist“, freut sich Marius Stallfort vom LOV-Vorstand, der zusammen mit dem Vorsitzenden Helmut Vennemann die Nachwuchsriege willkommen heißt. „Es geht um Information zur Arbeit des LOV, um interessante Themen und um das Zusammenkommen in gemütlicher Runde“, umreißt Stallfort das Konzept der Young-Farmers-Treffen in Saerbeck.
Schon lange hat eine ausgestellte Drohne die Blicke der Teilnehmer auf sich gezogen. Nils Timmermann, Yannik Kockmann und Philipp Wallner von der Wildtierrettung Saerbeck erklären, wie leistungsfähig und vielseitig einsetzbar die Drohne ist. Sie ist mit mehreren Kameras ausgestattet und kann selbst aus großer Höhe Gelege erkennen. Nur bei hohen Temperaturen, so die Drohnenexperten, kämen die Drohnen an ihre Grenzen. Währenddessen überfliegt die Drohne den Middendorfer Bereich und sendet interessante Bilder, die auf dem Hof Topp Brinkmann direkt auf die Leinwand gespielt werden. „Eine super Sache“, finden die jungen Leute und einige Zuhörer können sich gut vorstellen, auch bei einem Drohneneinsatz einfach einmal zuzusehen – selbst zu früher Morgenstunde.
Ganz andere Bilder haben Hendrik Lehringfeld und Felix Schulte Veltrup im Gepäck. Sie waren im vergangenen Jahr für drei Monate im Ernteeinsatz in Australien. Sie berichten mit vielen Fotos von spannenden und beeindruckenden Erlebnissen. „Eigentlich war das ein Partygedanke“, erinnern sich beide noch gut. „Einmal auf riesigen Flächen und großen Maschinen zu arbeiten, das hat uns gereizt.“ Bei den Vorbereitungen stellten sie schnell fest, dass Erntehelfer auf der anderen Seite der Erde erst kurz vor der Ernte gesucht werden. Über private Kontakte kamen beide auf einen australischen Familienbetrieb, der 8000 Hektar Land bewirtschaftet. Aber nicht nur die Feldarbeit, auch das Leben in „Down Under“ lernten die jungen Landwirte kennen. „Die Australier sind tiefenentspannt und auch Urlaub und ein abendlicher Treff im Pub haben einen großen Stellenwert.“
Ein gutes Stichwort für die Young Farmers im heimischen Westfalen: Bei kühlen Getränken, leckerer Grillwurst und interessanten Gesprächen beendeten sie den Sommerabend
