KV Update Nr. 05/2026 | 25. Februar 2026

ICE-Petition in Berlin angekommen

Bildautor: Christian Michel Foto von links nach rechts: Stefanie Rothenstein (2. Vorsitzende Initiative WiduLand und LandFrau), Marlies Witte (LandFrau, Vorsitzende Lippe des WLLV), Sarah Brodowski (Petentin, LandFrau, WiduLänderin), Kirsten Lehbrink (LandFrau, Vorsitzende Vlotho des WLLV), Jens Köster (1. Vorsitzender Initiative WiduLand), Hermann Dedert (WLV, Kreisverband Herford-Bielefeld), Dr. Jan Hinrich Thies (Experte im Bereich Verkehrsphysik und ÖPNV-Planung), Annette Ostermeier (LandFrau, Bezirksvorsitzende OWL des WLLV)

ICE-Petition „Neuberechnung des Deutschlandtaktes“ in Berlin angekommen

Am Montag ist die Petition zur Neuberechnung des Deutschlandtaktes im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vorgestellt und diskutiert worden. Die Petition „Bahnwende statt
Tempowahn- Deutschlandtakt neu denken“ war im letzten Jahr vom Landfrauenverband Westfalen-Lippe, der Bürgerinitiative Widuland und unserem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband Bezirksverband OWL initiiert worden. Es wurden 38.000 Unterschriften gesammelt, so dass jetzt eine Befassung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages möglich wurde. Wir als Initiatoren und somit auch unser Vorsitzender Hermann Dedert waren alle vor Ort dabei.

Für die Initiatoren konnten Sarah Brodowski und Dr. Jan Thies die Petition vorstellen und mit Politikerinnen und Politikern aus dem Ausschuss diskutieren. Nach einem Eingangsstatement der Petentin Sarah Brodowski konnten die Mitglieder des Petitionsausschusses Fragen an die beiden Vertreter der Initiatoren aber auch an 2 Vertreter aus dem Bundesverkehrsministerium stellen. Dabei kamen alle Hauptpunkte der Petition zur Sprache:

-          Zu hohe Investitionskosten und Umweltbelastungen
-          Nicht-Erreichung politischer Klimaschutzziele
-          Zeitliche Verzögerung der Verkehrswende
-          Zu hoher Flächenverbrauch und Eigentumsverluste

Sarah Brodowski und Dr. Jan Thies haben mit großer Fachlichkeit die Petition vertreten und deutlich machen können, dass es bessere Alternativen zu dem aktuell diskutierten Deutschlandtakt gibt.

Auch wir als Initiatoren wollen eine Modernisierung des Bahnverkehrs, jedoch nicht durch ökonomisch, ökologisch und sozial unverantwortliche Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecken. Unsere Petition fordert eine nachhaltige Neuausrichtung des Deutschlandtaktes zum Nutzen von Klima, Wirtschaft und Gesellschaft. Für uns als Gruppe der Initiatoren hat sich der monatelange Aufwand und die detaillierte Vorbereitung auf den Termin gelohnt. Jetzt wird es in den nächsten Wochen darum gehen, die neu entstandenen Kontakte zu nutzen und weitergehende Fakten und Informationen in die Politik nach Berlin zu bringen. Denn die Politikerinnen und Politiker im Deutschen Bundestag entscheiden, wie die Modernisierung der Bahn umgesetzt wird. Es bleibt also noch viel zu tun.