Kreisverbandsausschuss mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes

Kreisverbandsausschuss mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes
Letzte Woche konnte der WLV-Kreisverbandsvorsitzende Hermann Dedert im Kreisverbandsausschuss des WLV-Kreisverbandes Herford-Bielefeld einen prominenten Gast begrüßen:
Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes.
Prof. Messner gab in seinem Eingangsreferat zunächst einen globalen Überblick über die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt und skizzierte dann auf nationaler Ebene die Bereiche Boden, Wasser, Luft, Klima, Biodiversität und Fläche mit Bezug zur Landwirtschaft. Er ging der Frage nach „Landwirtschaft und Umwelt – Zukünftig im Einklang?“ und betonte stets einen konsensualen Ansatz um tragfähige und langfristige Lösungen zu erreichen. Sein Fazit: „Landwirtschaft und Umwelt – ohne einander geht´s nicht!“ Dafür müssen (monetäre) Mittel effektiv und effizient eingesetzt werden, um einen kohärenten Instrumentenmix aus Ordnungs- und Förderrecht einerseits und ökonomische Instrumente andererseits zu erreichen. Dabei müssen die verschiedenen Mittel wirkungsvoll aufeinander abgestimmt und Bürokratie abgebaut werden.
In der anschließenden, kurzweiligen Diskussion zeigte sich, dass das Umweltbundesamt direkten Einfluss auf die praktische Landwirtschaft vor Ort hat, aber konsensuale Lösungen möglich sind, wie die sog. „Borchert-Kommission“ oder die „Zukunftskommission Landwirtschaft [ZKL I und II]“ gezeigt haben. Es fehlt nicht mehr an Vorschlägen, sondern diese müssen revitalisiert und durch die Politik umgesetzt werden. Die Politik muss verlässliche Rahmenbedingungen setzen und langfristige (ökonomische) Planungssicherheit geben. Landwirtschaft kann nur so nachhaltig sein, wie die Nachfrage (Konsum) es auch zulässt.
Dieser Abend hat wieder gezeigt, dass ein fachlicher und konstruktiver Austausch mit allen gesellschaftlichen Gruppen und in diesem Fall mit einer einflussreichen Behörde auf Bundesebene wichtig ist. Diese Gespräche und Diskussionen werden wir als Kreisverband Herford-Bielefeld auch in Zukunft fortsetzen.