„Ernährungsschutzgebiete“ | 10. September 2026

Kampagne der heimischen Landwirte

Kreisverbandvorsitzender Hermann Dedert übergibt Kai-Ole Koop-Sutthoff, Mitarbeiter der Stiftung Hauses der Geschichte NRW, das Schild zum Thema Getreide. Es ist eins der insgesamt sieben Schildermotive zur Aktion „Ernährungsschutzgebiete“ der Landwirte. Diese Schilder werden Teil der Sammlung der Stiftung Haus der Geschichte NRW in Düsseldorf und damit ein zeitgeschichtliches Dokument der musealen Sammlung sein.
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„Ernährungsschutzgebiete“-Schilder werden Teil der Sammlung des Hauses der Geschichte NRW

Herford-Bielefeld/WLV (Re) Die Schilderaktion „Ernährungsschutzgebiete“ des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld hat nicht nur in den regionalen Medien, bei Radio und Fernsehen sowie der Bevölkerung für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Jetzt werden die sieben unterschiedlichen Schildermotive auch Teil der Sammlung der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Hermann Dedert, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, übergab Kai-Ole Koop-Sutthoff, Mitarbeiter der Stiftung, die sieben Schilder zur Aktion „Ernährungsschutzgebiete“. Er war extra zu diesem Anlass aus Düsseldorf in die Geschäftsstelle des Kreisverbandes in Herford angereist. Zuvor hatte die Stiftung aufgrund der umfangreichen medialen Berichterstattung Kontakt zum Landwirtschaftlichen Kreisverband aufgenommen und angefragt, ob die Schilder für die museale Sammlung übernommen werden könnten.

„Dass unsere Schilder jetzt im Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen aufgenommen werden, freut uns ganz besonders“, so Dedert. „Die Kampagne ist als deutliches Signal für den Erhalt unserer heimischen Landwirtschaft gedacht.“ Dass sie nun auch als zeitgeschichtliches Dokument Eingang in eine museale Sammlung findet, zeige, „welche gesellschaftliche Bedeutung das Thema Ernährungssicherung inzwischen hat“, unterstreicht der Vorsitzende.

Die Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen ist eine vom Landtag NRW errichtete Landesstiftung. Ihr gesetzlicher Auftrag ist es, die Entstehung und Entwicklung Nordrhein-Westfalens darzustellen und einem breiten Publikum unter dem Leitgedanken „Demokratie, Vielfalt, Wandel“ zu vermitteln. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist der Aufbau einer musealen Sammlung zur Landesgeschichte. Das Haus der Geschichte NRW ist derzeit im Aufbau und wird nach Fertigstellung für das Publicum zugänglich.

Die Stiftung sammelt nicht nur historische Zeugnisse, sondern ausdrücklich auch Gegenstände aus der Gegenwart, die gesellschaftliche Entwicklungen, politische Debatten und unterschiedliche Perspektiven auf das Zusammenleben in NRW dokumentieren.

„Die ‚Ernährungsschutzgebiete‘-Schilder machen auf ein aktuelles Anliegen der Landwirtschaft aufmerksam und stehen zugleich beispielhaft dafür, wie gesellschaftliche Interessen öffentlich vertreten und politische Aushandlungsprozesse angestoßen werden, schreibt die Stiftung.

Dedert: „Landwirtschaft braucht Boden – und dieser Boden wird immer knapper.“

Die Kampagne „Ernährungsschutzgebiete“ war im Mai 2026 vom Landwirtschaftlichen Kreisverband Herford-Bielefeld gestartet worden. Insgesamt 400 Schilder wurden seitdem an landwirtschaftlichen Flächen im Bereich Herford und Bielefeld aufgestellt. Die sieben Motive stehen an Feldern mit Getreide, Kartoffeln, Raps, Zuckerrüben und Mais sowie an Wiesen und Weiden.

Damit wollen die Landwirte auf die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft für die regionale Lebensmittelversorgung aufmerksam machen. „Wer über Ernährungssicherheit spricht, muss auch über die Flächen sprechen, auf denen unsere Lebensmittel erzeugt werden“, betont Dedert. „Landwirtschaft braucht Boden – und dieser Boden wird immer knapper.“ In Bielefeld würden derzeit jährlich rund 121 Hektar landwirtschaftliche Fläche verloren gehen, im Kreis Herford seien es rund 60 Hektar pro Jahr.

Mit Sorge blicken die Bauern hier auf den neuen Landschaftsplan des Kreises Herford. Sie befürchten, ihre Flächen künftig nicht mehr fachgerecht bewirtschaften zu können, wenn diese als Natur- oder Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden. Eine solche Einstufung sei oftmals der Türöffner für weitergehende Bewirtschaftungsauflagen. Die Praktiker möchten die Artenvielfalt dafür mehr freiwillig unterstützen. Das gelinge jetzt schon gut beispielsweise über Blühstreifen und Buntbrachen, Grünlandextensivierungen und Vertragsnaturschutzmaßnahmen. „Wir sind überzeugt: Förderanreize helfen der Natur deutlich mehr als immer neue Verbote und Einschränkungen“, sagt Dedert. Dass nun die Schilder im Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen aufgenommen würden, sei für die heimischen Landwirte ein besonderer Erfolg der Öffentlichkeitsaktion.

Weitere Informationen zur Kampagne „Ernährungsschutzgebiet“ finden Sie auf der Internetseite des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld: https://wlv.de/kreisverbaende/herford-bielefeld/projekte/ernaehrungsschutzgebiet

 

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Hermann Dedert: „Wer über Ernährungssicherheit spricht, muss auch über die Flächen sprechen, auf denen unsere Lebensmittel erzeugt werden“, betont Hermann Dedert. „Landwirtschaft braucht Boden – und dieser Boden wird immer knapper.“ In Bielefeld gehen derzeit jährlich rund 121 Hektar landwirtschaftliche Fläche verloren, im Kreis Herford seien es rund 60 Hektar pro Jahr.
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Jan-Wilhelm Wetehof: Die Kampagne „Ernährungsschutzgebiete“ ist im Mai 2026 auf dem Landwirtschaftlichen Betrieb von Jan-Wilhelm Wetehof gestartet worden. Insgesamt 400 Schilder sind seitdem an Äckern, Wiesen und Weiden im Bereich Herford und Bielefeld aufgestellt worden. Damit wollen die Landwirte auf die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft für die regionale Lebensmittelversorgung aufmerksam machen.