ICE-Petition in Berlin angekommen | 4. März 2026

Petition "Bahnwende statt Tempowahn" im Bundestag beraten

Bildautor: Angelina Kuhlmann / Die Petition „Bahnwende statt Tempowahn – Deutschlandtakt neu denken“ ist am Montag (23.02.2026) im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vorgestellt und beraten worden. Die Initiative war im vergangenen Jahr vom LandFrauenverband Westfalen-Lippe, der Bürgerinitiative WiduLand und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, Bezirksverband OWL, initiiert worden. Über 38.000 Unterschriften machten nun die offizielle Befassung im Bundestag möglich
Bild herunterladen

Petition „Bahnwende statt Tempowahn – Deutschlandtakt neu denken“ im Bundestag beraten

Berlin / OWL. Die Petition „Bahnwende statt Tempowahn – Deutschlandtakt neu denken“ ist am Montag (23.02.2026) im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vorgestellt und beraten worden. Die Initiative war im vergangenen Jahr vom LandFrauenverband Westfalen-Lippe, der Bürgerinitiative WiduLand und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, Bezirksverband OWL, initiiert worden. Über 38.000 Unterschriften machten nun die offizielle Befassung im Bundestag möglich.

 Für die Initiatoren haben Sarah Brodowski und Dr. Jan Hinrich Thies, Experte im Bereich Verkehrsphysik und ÖPNV-Planung, die Petition gesprochen und mit den Politikerinnen und Politikern aus dem Ausschuss diskutiert „Auch wir als Initiatoren wollen eine Modernisierung des Bahnverkehrs, jedoch nicht durch ökonomisch, ökologisch und sozial unverantwortliche Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecken“, betont Petentin Sarah Brodowski. „Unsere Petition fordert eine nachhaltige Neuausrichtung des Deutschlandtaktes zum Nutzen von Klima, Wirtschaft und Gesellschaft.“

 Im Ausschuss wurden die zentralen Kritikpunkte der Petition angesprochen: zu hohe Investitionskosten und Umweltbelastungen, Nicht-Erreichung politischer Klimaschutzziele, zeitliche Verzögerungen der Verkehrswende, hoher Flächenverbrauch und Eigentumsverluste. Die Bundestagsabgeordneten konnten sowohl den Vertretern der Initiatoren als auch zwei Vertretern des Bundesverkehrsministeriums Fragen stellen.

 „Für uns als Gruppe der Initiatoren hat sich der monatelange Aufwand und die detaillierte Vorbereitung auf den Termin gelohnt“, hebt Hermann Dedert, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld hervor. Jetzt werde es in den nächsten Wochen darum gehen, die neu entstandenen Kontakte zu nutzen und weitergehende Fakten und Informationen in die Politik nach Berlin zu bringen. Denn die Politikerinnen und Politiker im Deutschen Bundestag entscheiden, wie die Modernisierung der Bahn umgesetzt wird. „Es bleibt also noch viel zu tun“, sind sich die Vertreterinnen und Vertreter des LandFrauenverbandes, der Bürgerinitiative WiduLand und des Landwirtschaftsverbandes einig.