Prächtige Erntekrone schmückt das Kreishaus
Grüner Berufszweig überreicht Landrat Schmidt Gabenkrone – Erntejahr von Hitze und Trockenheit geprägt
Herford /WLV (Re) Eine prächtige Schmuckkrone aus Getreideähren ist im Kreishaus zu sehen: Anlässlich des Erntedankfestes überreichten der KreisLandFrauenverband Herford und der Landwirtschaftliche Kreisverband Herford-Bielefeld in einer Feierstunde am Donnerstag (1.10.2026) im Foyer des Kreishauses eine bunt geschmückte Erntekrone an den Landrat des Kreises Herford, Mirco Schmidt.
Die Landwirtschaft gehört zu unserem Kreis
„Die Erntekrone steht symbolhaft für die eingebrachte Ernte und für unsere Dankbarkeit“, führt Beate Kipp, Vorsitzende des KreisLandFrauenverbandes Herford, ein. „Diese erinnert an die Menschen, die unsere Landwirtschaft tragen, die täglich Verantwortung übernehmen und mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag für den Kreis leisten.“ Für die Landfrauen ist der Termin zugleich ein Zeichen für das gute Miteinander: „Wir Landfrauen möchten gemeinsam mit dem Landwirtschaftlichen Kreisverband die Bedeutung der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes sichtbar machen.“
Die Landwirtschaft gehöre zu unserem Kreis, so Kipp. „Sie sorgt für Lebensmittel, gestaltet unsere Landschaft und ist ein wichtiger Teil des ländlichen Lebens.“ Die Erntekrone bringe diese Verbindung auf besondere Weise zum Ausdruck. Gleichzeitig sei sie ein guter Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich mit dem Kreis auszutauschen. „Herr Schmidt: Wir freuen uns über eine gute Zusammenarbeit, auf einen guten Austausch und darauf, gemeinsam Themen anzupacken, die die Menschen in unserem ländlichen Raum bewegen“, unterstreicht Kipp.
Auch Hermann Dedert, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, hebt die Bedeutung des persönlichen Miteinanders und des kontinuierlichen Austauschs zwischen Landwirtschaft, Kreisverwaltung und Landrat hervor. „Die Erntekrone steht sinnbildlich für die enge Verbundenheit des grünen Berufszweiges mit Politik und Gesellschaft“, erläutert der Vorsitzende. Dabei weise die Gabenkrone auf die Grundlagen unseres täglichen Lebens hin: auf den Boden, der uns trägt, auf die Aussaat und das Wachsen, auf die Fürsorge und die tägliche Arbeit der Menschen, die unsere Lebensmittel erzeugen – und schließlich auf die Ernte als sichtbares Ergebnis dieser gemeinsamen Anstrengungen.
Dedert: „Gerade in Zeiten von tiefgreifenden Veränderungen mit Krisen, Kriegen, Konflikten und wachsenden Anforderungen verdeutlicht die Erntekrone, welchen unverzichtbaren Beitrag die Bauernfamilien für unsere Gesellschaft und die Sicherung unserer Lebensgrundlagen leisten.“ Die Erntekrone sei damit ein Zeichen des Dankes für die diesjährige Ernte und ein Symbol für Verantwortung, Zusammenhalt und die Zukunft unserer Landwirtschaft. Zugleich mache sie deutlich wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen seien, damit die heimische Landwirtschaft diese Leistungen auch in Zukunft erbringen könne.
Darüber hinaus gab Vorsitzender Dedert einen Überblick über die Ernte: „Das diesjährige Wetter zeigte wieder einmal, dass wir Landwirte der Berufsstand sind, die in und mit der Natur arbeiten. Wir blicken auf eine durchwachsene Ernte.“ Vor allem die außergewöhnlich hohen Temperaturen und fehlender Regen hätten in diesem Jahr den Kulturen zugesetzt. Dabei zeigte sich bei der Ernte ein sehr unterschiedliches Bild. Bodenqualität, Wasserhaltevermögen und die jeweilige lokale Witterung entschieden in diesem Jahr besonders stark über Ertrag und Qualität. Bei der Ölfrucht Raps mussten die Landwirte Ertragseinbußen von 20 bis 30 Prozent verbuchen. Beim Getreide lagen die Verluste bei 10 bis 20 Prozent je nach Standort und Getreideart. Auch die Herbstkulturen litten deutlich unter der Trockenheit, besonders der Mais und die Kartoffeln, aber auch die Zuckerrüben. „Die Streuung ist gerade in diesem Jahr sehr groß“, schildert Dedert.
Landrat Mirco Schmidt nahm die Erntekrone mit Dank entgegen und zeigte sich über die besondere Geste erfreut: „Die Erntekrone wird von den Landfrauen mit viel Hingabe und Liebe zum Detail gestaltet – darüber freue ich mich sehr. Die Erntekrone erinnert daran, wie viel wir der Landwirtschaft verdanken. Mit ihrer täglichen Arbeit sichern die Landwirtinnen und Landwirte unsere Versorgung, prägen unsere Kulturlandschaft und tragen dazu bei, dass unser ländlicher Raum im Kreis lebendig und lebenswert bleibt. Dafür empfinde ich große Wertschätzung und Dankbarkeit.“