Ökopunkte passen gut auf unsere Höfe

Beim Nitrat ist MK auf einem guten Weg
Ausgleichsmaßnahmen sind mit guten Ideen unkomliziert umsetzbar
Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft – ein Tochterunternehmen des WLV – war zu Gast beim Kreisverbandsausschuss des WLV-Kreisverbandes Märkischer Kreis. Geschäftsführer Dr. Jörn Krämer erläuterte die kleinen und großen Bausteine, mit denen Anforderungen an den Naturschutz bei Ausgleichsmaßnahmen schon mit ganz einfachen Mitteln umgesetzt werden können. „Man muss es auch wollen“ resümierte Krämer, und ging damit auf die Hemmschwellen ein, die viele Landwirte beim Wort „Naturschutz“ sofort zu überwinden sehen. Gut erklärt ist dieses komplexe Thema rund um Ökopunkte auf der Internetseite https://www.kulturlandschaft.nrw/
Nitratmessstellen sind zu allgemein - Einzelbetrachtung von Betrieben ist Gebot der Stunde
Ebenfalls komplex war der Vortrag von Kammergeschäftsführer Dr. Harald Lopotz zur „Nährstoffsituation im Märkischen Kreis“. Neben einer grundsätzlich guten Bilanz für die unerwünschten Einträge durch die Landwirtschaft kritisierte Lopotz massiv die pauschale Einordnung ganzer Regionen zu einer Messstelle: „Unerlässlich für eine gerechte Beurteilung der Nitrat-Verursacher bleibt die einzelbetriebliche Betrachtung.“ Auch der WLV argumentiert massiv in diese Richtung. Dr. Jörn Krämer, der zudem auch Umweltreferent des WLV ist, belegte die Ungerechtigkeit in Zahlen: „Das Düngerecht hat Sprengkraft. Es gibt bei 38.000 Betrieben nur 1.300 Messstellen – der WLV setzt sich massiv für eine detaillierte Betrachtung ein um diese Fehlbewertungen abzustellen.“
Ulrich Brinckmann berichtet über Geschehen im Kreisverband, der Poltik und der Wirtschaft
Zuvor hatte Kreisverbandsvorsitzender Ulrich Brinckmann den rund 15 anwesenden Mitgliedern Informationen zur aktuellen agrarpolitischen und wirtschaftlichen Situation weitergegeben. Hier Brinckmanns Themen stichwortartig:
Winterversammlungen gut besucht, Geschäftsstelle stark frequentiert, viele Hofübergaben (dabei gilt es, die Nachfolger für die WLV-Mitgliedschaft zu begeistern!), Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wird auch im MK immer stärker angenommen, Jahr der landwirtschaftlichen Unternehmerinnen weist immerhin 11 % weibliche Betriebsleiterinnen auf, Landwirtschaft wird jünger und weiblicher, WLV Next Generation wächst, stets 40 bis 60 junge Leute bei den Veranstaltungen, Frühjahrsbestellung lief gut, Wetter spielt mit, das schafft Zufriedenheit, die Grundlagen sind da. Sämtliche Märkte sind von den Kriegen betroffen, ASP weitet sich aus – Meldungen des Märkischen Kreises und Infos auf https://wlv.de/tiergesundheit/asp-afrikanische-schweinepest-nrw beachten! Wolf ist ein Dauerthema, WLV fordert dringend Umsetzung des Bundesjagdgesetzes in NRW.


